Chichén-Itzá

Chichén-Itzá. Die vermutlich berühmteste Pyramide bzw Ruinenstätte Mexikos und eines der 7 Weltwunder. Trotzdem bin ich leider kein Fan. Bevor mich jetzt aber alle anfangen zu hassen und sagen „Wie kannst du nur?!“ Hört mich erst an und judged dann. Meine Chichén-Itzá Geschichte beginnt mit einer Busfahrt vom Terminal in Valladolid aus zu den Ruinen. Ja, man kann auch Touren buchen, aber es gibt einen Bus, der hinfährt und so spart man ein bisschen Geld und ist auch zeitlich wesentlich flexibler. As ich vor Ort war - Tipp: kommt entweder pünktlich zur Öffnung der Tore oder eine halbe Stunde früher oder so, sonst ist die Schlange ewig lang und alles überlaufen. Und best would be an nem Wochentag. Vor allem Sonntag ist in Mexiko Familientag. Means Samstag und Sonntag ist irre voll. – Da ich noch kein Ticket hatte, hab ich mich in die Schlange gestellt und mit irgendwas um die keine Ahnung 5 bis allerhöchstens 7 Euro gerechnet. Warum? Weil es Mexiko ist. Lateinamerika ist günstig. Auch bekannte Monumente. Nur wenn es super touristisch ist, wird manches unbegründeterweise exorbitant teuer. Dementsprechend sind mir bei dem Preis auch die Augen aus dem Kopf gefallen. 265 Pesos (13 Euro etwa). Das klingt für euch jetzt vielleicht nicht viel, aber für mexikanische Verhältnisse ist da verdammt teuer! Übrigens im Vergleich, heute kostet es das Doppelte. Also seit es zu den Weltwundern gehört. Ich war halt noch davor drin. Also liegt es inzwischen bei 26 Euro etwa. Just saying. Finde ich persönlich krass. Ganz ehrlich. Ich bin trotzdem rein, weil eine der besterhaltendsten und größten Stätten und so. Und ich dachte „Vielleicht kann ich ja irgendwo draufklettern.“ Abgesehen davon wollte ich mich auch einfach überraschen lassen. Das führt mich zu Gründen Nummer zwei und drei. Ich bin also rein und das erste was ich höre ist, dass ich auf diese ziemlich hohe Pyramide, auf die man früher drauf durfte, nicht mehr drauf darf. Allgemein darf man nicht mehr auf viele drauf und kann recht wenig interagiere. Ich verstehe das Argument der Abnutzung, aber…. Ich war halt schlicht enttäuscht. Was dummerweise dazukam war…. Und das wird jetzt gemein klingen… ich finde die Stätte Chichén-Itzá ehrlich gesagt nicht wirklich schön. Es ist groß ja und gut erhalten, ja, aber es gibt wesentlich! Schönere Stätten in Mexiko als Chichén-Itzá. Ekbalam, Uxmal, el Mirador und Teotihuacán zum Beispiel. Und die Kosten alle nicht die Welt, sind interaktiv und wirklich einen Besuch wert. Mein vierter  und fünfter Grund, warum ich Chichén-Itzá nicht mochte ist, dass jeder deiner Schritte da vorgegeben ist und es gefühlt eine riesengroße Touristenfalle ist. Das meine ich Folgendermaßen: Einmal stehen überall Schilder wo lang du gehen darfst und wo lang nicht – im Grunde ist es wie ein Rundgang und nicht wirklich „frei“. Du kannst zum Beispiel nicht wirklich exploren, was mich schon genervt hat. On top hast du wirklich überall Stände die deinen Weg säumen. Also Stände mit Souvenirs. Und das ist so viel, dass ich mir manchmal eher vorgekommen bin wie auf einem Markt anstatt wie bei einer Ruinenstätte. Und man kommt wirklich nicht an ihnen vorbei. Egal ob auf dem Weg zu Chichén-Itzá, oder drin oder zwischen den einzelnen Ruinen oder…. Vollkommen egal wohin du gehst, du läufst an einem Stand mit Souvenirs vorbei. Es ist völlig in Ordnung, wenn euch das alles nichts ausmacht. Ich weiß, dass die Meinungen da auseinander gehen können. Und ich verstehe auch, wenn ihr euch das Weltwunder nicht entgehen lassen wollt. Aber seid einfach gewarnt. Es ist meines Erachtens nach lächerlich teuer, die – sorry @mexiko – ehrlich unfotogenste Ruinenstätte die ich besichtigt habe, trotz Natur überall wird einem konstant vorgegeben, wo lang man soll und überall wo man hinguckt, sieht man Stände mit überteuerten Souvenirs. Der einzige Grund der mir einleuchtet, warum man da aus nicht Weltwunder- oder Tourigründen gerne hingehen könnte, ist, dass man Archäologe ist oder sich dafür interessiert. Denn wer sich einen Audioguide schnappen will, ein bisschen über die Historie erfahren möchte oder sich Ruinen tatsächlich für ihre Geschichte angucken will, fair enough. Für alle, die Chichen-Itzá einfach nur Sightseeing mäßig machen wollen, ihr spart Geld wenn ihr es einfach weglasst. Coole und schöne Ruinen die ihr erleben könnt, wo ihr drauf klettern könnt, die preislich voll okay sind und nicht komplett überlaufen oder von so vielen Ständen überrannt sind, dass tatsächlich die Ruine selbst im Vordergrund steht, sind Ekbalam, Uxmal, Teotihuacán und el Mirador. Bis auf El Mirador sind auch alle sehr leicht zu erreichen. Zu Chichén-Itzá: Go if you must, but…. Ich würds euch nicht empfehlen. Ist eines meines fettesten Mexiko-Don´ts.  

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Cenote Samula & Samaal

Die Cenoten Samaal und Samula liegen beide relativ nahe bei der Cenote XKekén, was auch der Grund ist, warum ich sie besucht habe. Eine von beiden liegt auch im gleichen Bereich wie XKekén. Bedeutet man hat eh schon dafür bezahlt. Aber auch die, die außerhalb des Bereichs von Xkeken liegt, ist jetzt nicht wirklich teuer oder so – zumindest war sie es damals nichts. Cenote Samaal ist ziemlich plain und simple. Sie ist im Endeffekt ein Pool mit sehr hohem Beckenrand und nur per Treppe, die von oben in die Cenote führt, begehbar. Hier hangelt man sich dann an so einer Art Schnur durch die Cenote. Allerdings gibt es hier einen kleinen Wasserfall, wo sich das Licht bei sonnigem Wetter drin bricht und ein wunderschöner Regenbogen bei entsteht. Cenote Samula ist eher ein bisschen ruhiger gelegen und auch die Stimmung in der Cenote ist ruhiger. Sie ist ein bisschen wie ein abgeschlossener Kokon, in dem man runterkommen und durchatmen kann und die Zeit ein bisschen für sich genießen kann. Beide sind wie gesagt nicht krass oder super besonders, aber vor allem Samula eignet sich sehr gut für ein entspanntes Bad und ein bisschen runterkommen vom sonstigen Touritrubel. Hin, ja oder nein? Ich würde sagen das überlasse ich euch. Wenn ihr Zeit habt ja, sonst nicht 😊  

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Konvent San Bernadino von Siena

Das Konvent San Bernadino von Siena gehört zum Stadtbild von Valladolid wie kaum ein anderes Monument. Auf das Konvent wird die Lichter Show projiziert und vor dem Konvent steht das Namens Sign der Stadt. Es ist also  auch so schon besonders und man kommt auch dran vorbei, ohne reingegangen zu sein. Meine kleine Gruppe im Hostel und ich hatten aber trotzdem noch etwas Zeit übrig und Bock uns den Spaß mal anzusehen. Also sind wir hin und haben uns angeguckt, was sich so hinter den Mauern des Konvents verbirgt. Tatsächlich war ich positiv überrascht. Dazu müsst ihr wissen, dass mir immer, wenn ich irgendetwas besichtige, was nicht in aller Munde ist, vorher klar ist, dass ich nichts Spektakuläres zu erwarten habe. Daher hat mich auch nicht überrascht, dass das Konvent jetzt nicht überkrass ist. Es hat halt eine kleine süße Kirche, einen Hof und dann noch ein paar Räume. Was es mir aber angetan hat, war die Struktur des Gebäudes. Also von innen. Auch ist der Gang nach oben und der nach unten, wie auch der Flur bevor man direkt in den Innenhof des Konvents kommt, rötlich pink angemalt, was einen wirklich hammer Fotospot kreiert. Ich weiß nicht wie viele Fotos ich davon gemacht habe, aber es waren einige :D Auch finde ich kaputte Dinge oder auch einfach nur morsche Sachen oder etwas, das einfach ein bisschen heruntergekommen ist, sehr interessant zum Fotografieren. Daher konnte sich hier die Fotografin in mir ordentlich austoben. Wenn ihr aber zb nur Instaspots gerne ablichtet oder ka nur die Highend Spots sehen wollt, ist das Konvent nichts für euch. Für alle die ein bisschen mehr kennenlernen wollen, als das, was sich alle angucken, gerne Fotos von mitunter nicht klassisch schönen Motiven machen oder auch einfach ein bisschen mit Perspektiven herumexperimentieren wollen… das Konvent ist dafür ziemlich gut. Der Rest kann es einfach auslassen 😉

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Cenote XKekén

Diese Cenote ist wirklich einzigartig. Zumindest war ich in keiner anderen, in der man so viele und große Stalagmiten und Stalaktiten sieht und gleichzeitig drin schwimmen kann. Cenote XKeken ist im Grunde wie eine Höhle mit Pool. Und dazu auch noch schön. Zu XKeken selbst gehört abgesehen von der Cenote auch noch eine andere kleine Minihöhle, die man sich auch angucken kann, aber hier nicht der Rede wert ist und auch eine weitere Cenote. Aber dazu in einem anderen Post. Zur XKekén läuft man über eine Art Pfad, an dessen Ende dann eine Treppe hinunter führt. Diese könnte euch ein bisschen steil, schmal und rutschig vorkommen, aber… haltet euch einfach vernünftig fest 😉 Mexikaner kommen da auch hoch und runter – einige davon unsportlich – und überleben es auch :D Der Eintritt zu dieser Cenote kostet ein bisschen mehr, als zu den anderen, weil man auch hier eine Art Gelände betritt und nicht einfach nur zu einer Cenote fährt. Außerdem ist XKekén echt special. Ich habe so etwas wirklich noch nirgendwo und nirgendwo wieder gesehen. Weil ja klar es gibt Höhlen und da ist es auch mal feucht etc, aber Xkekén ist schon noch mal was anderes. Das einzige was natürlich aufgrund der Geschlossenheit der Cenote der Fall ist: wenig Licht. Alles wird ausschließlich mit Strahlern und Leuchten erhellt. Dementsprechend ist schwimmen hier nichts für Menschen die sich leicht gruseln. Die Atmo ist dafür aber null gruselig, von daher sollte das gehen😊 Ich denke hierzu muss ich nicht viel sagen. Wenn es eine Cenote gibt, zu der ihr wenn ihr in Valladolid seid, auf jeden Fall müsst, ist XKekén. Schlicht weil sie meines Erachtens nach wirklich die Besonderste ist.

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Markt von Valladolid

Essen gehen in Mexiko ist…. Ein bisschen anders als in Europa. Vermutlich auch als in irgendeinem anderen Erste-Welt-Land. Ich bin Deutsche und daher gewisse Standards an Sauberkeit gewöhnt und wie ein gutes Restaurant oder ein Laden, in dem man vernünftig essen bekommt, dass gut ist und schmeckt, auszusehen hat. Es ist wie Codes, die man so kennt. In Mexiko herrschen allerdings andere Codes. Ganz andere. Wenn du nach dem schicksten, saubersten und am meisten nach Europa, USA oder sonst was aussehenden Lokal gehst, verspreche ich dir, es ist teurer und gleichzeitig schlechter, als du es haben könntest. In Mexiko sehen die meisten Läden, die wirklich gut sind, nach nichts aus. Meist sind sie nicht sonderlich groß und manchmal werden sie von älteren Damen bedient, die dann ihre Fähigkeiten zum besten geben – absolut köstlich! Auch solltet ihr euch nicht zwangsläufig am vollsten orientieren – also am Bestbesuchtesten. Einfach weil zu Stoßzeiten alles in Mexiko voll ist – wobei die teuren Orte nicht :D Ne aber Spaß beiseite. Die besten und tollsten Orte für Essen sind meist die unscheinbarsten Orte von allen. So auch in Valladolid. Ich war 3 oder 4 Mal in diesem Markt – das erste Mal fast mit mehr Glück als Verstand – und er hat mich nicht einmal enttäuscht. Super lecker und echt günstig! Ich erinnere mich noch wie meine Leute vom Hostel und ich vollkommen ausgehungert auf der Suche nach Essen waren und gefühlt sehr wenig bis nichts mehr offen hatte. Wir hatten bei unserem Hostel gefragt, wo man gut und günstig mexikanisch essen könne. Die Wegbeschreibung war okay, aber nicht wirklich akkurat und so standen wir dann da vor diesem nach wirklich nichts aussehenden Gebäude, wo man reinkonnte. Ich erinnere mich sogar daran, dass ich die Taqueria ganz am Ende des Marktes nur zufällig gesehen habe und wir mehr auf gut Glück rein sind, weil wir dachten „Hey, das könnte es ja theoretisch sein.“ Drinnen war schon fast alles zu. Tische und Stühle waren verlassen. Alles stand ordentlich da. Nur ganz hinten hatten noch zwei Läden auf. Eine Taquería links, eine rechts. Weil wir keinen Namen gesehen hatten, haben wir die Preise verglichen. Fast dasselbe. Und dann habe ich den Kerl geradeaus hinter der Theke gefragt und im gleichen Moment endlich das Schild mit seinem Namen gesehen. Wir hatten es gefunden. Da wir nicht wussten, wie doll uns die Tacos füllen würden, haben wir uns jeder erst mal eine Runde geholt. Der Typ – mega nett – hat uns ein bisschen was empfohlen. Unter anderem die Tacos mit Crunch. Leute ganz ehrlich? Ich hab selten einen besseren Taco in meinem Leben gegessen. Das Fleisch war zart und perfekt gezupft, der Taco war Crunchig und das Ganze hat gerade mal 35 Pesos für 4 Tacos gekostet. Es war…. Wirklich wahnsinnig gut! Ich meine wir haben uns sogar noch eine weitere Portion geteilt (und nein nach 3 bis 4 Tacos ist man eigentlich echt voll – zumindest ich – aber ich hatte so einen Hunger…. An dem Tag gingen 6 :D). Ich denke ich muss nicht erwähnen, dass wir wiedergekommen sind. PS: der hatte da auch echt geile Getränke, die super lecker und frisch waren. Ich erinnere mich an eine Horchata de Coco – eine bessere habe ich nur in Chiapas getrunken. 😊 Ob ihr zu diesem Markt solltet? Auf jeden Fall. Egal wohin ihr geht, es wird sehr lecker und günstig sein. Und falls die Taquería gerade nicht offen haben sollte – kann nämlich durchaus mal passieren – setzte euch zu Lonchería el Amigo Casiano (das auf dem Bild).

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Cenote Oxmán

Cenote Oxmán ist tatsächlich eine der coolsten Cenotes von allen. Sie ist echt schön und sehr interaktiv. Als ich auf dem Weg zu Cenote Oxmán war, kam ich gerade von Cenote Suytun und war dementsprechend durchgeschwitzt, fertig mit der Welt und am Ende meiner Kräfte (Die Fahrt auf der langen staubigen Straßen mitten unter sengender Hitze, wer sich erinnert). Zur Cenote Oxmán wiederum gelangt man über einen ebenfalls recht staubigen Pfad, der allerdings durch und über ein bisschen Grün führt und die Gegend ist nicht ganz so verlassen, wie die bei Cenote Suytun. Und ich denke was hier auch noch reingespielt hat, war dass es nachmittags war und dadurch nicht mehr ganz so unerträglich heiß, wie auf dem Weg zu Cenote Suytun. Der Grund warum Cenote Oxmán eine meiner Lieblingscenoten ist, ist ganz einfach: man kann mit einem Seil wie Tarzan vom Rand aus übers Wasser springen und sich dann fallen lassen. Geil oder? Auch lehnen hier Schwimmwesten für Besucher am Rand und allgemein ist Cenote Oxmán viel belebter als Suytun. Als ich ankam und in die Cenote reinspaziert bin, war gerade noch eine große Gruppe da, die in der Cenote geplanscht haben. Ich habe als kurz gewartet, einen ordentlichen Schluck getrunken und dann hat mir ein netter Mexikaner angeboten, dass er Fotos davon machen kann, wie ich reinspringe. Er hat mich wahrscheinlich die Cenote ablichten sehen und dachte sich „Dat Kind will doch bestimmt auch ein Foto mit sich drauf“. Tja und so bin ich an meine Jane-Bilder gekommen wie ich mich an einer Liane ins Wasser schwinge und dann die Erfrischung bekomme, auf die ich die ganze Zeit gewartet habe. Es war WUNDERVOLL!!! Ernsthaft einfach großartig. Und genau in dem Moment habe ich mich gefragt, warum ich nicht schon in Suytun ins Becken gehüpft bin :D Naja man lernt ja nie aus… :D :D Hin? Aber so was von! Ihr könnt hier auch gerne einen ganzen Tag einplanen. Vor allem mit ner Gruppe werdet ihr nie müde euch abwechselnd an der Liane ins Wasser zu schwingen und es gibt genügend Platz für eure Sachen, zum chillen und etwas zu essen. Nur zu empfehlen! :D 

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Valladolid Lichtershow

Es gibt eine, wie ich sie damals genannt habe, „Light Show“ am Convento San Bernadino de Siena. Die Lightshow sind im Grunde Bilder, die durch einen Projektor auf das Konvent gestrahlt werden und eine Geschichte erzählen. Die Geschichte von Valladolid. Als ich das erste Mal komplett zufällig abends am Konvent vorbeigekommen bin, wurde ich sofort verzaubert. Ich meine da werden bei Dunkelheit Bilder auf die Fassade eines wunderschönen Gebäudes gemalt die quasi animiert sind. Ist schon cool :D Leider kam ich recht spät. Weswegen die Light Show fast zu Ende war. Also hab ich nachgefragt. Es hat sich herausgestellt, dass die Light Show jeden Abend – außer montags – stattfindet Um 9 auf Spanisch. Um halb 10 auf Englisch. Ich bin also am nächste Tag um halb 10 mit meinen damaligen Leuten vom Hostel zurück zum Konvent und wurde verzaubert – dieses Mal von Anfang bis Ende. Ich gebe zu ich erinnere mich nicht mehr an Details der Geschichte. Hauptsächlich wird in der Umgebung – also Valladolid, Mérida und so – auch die Geschichte erzählt, wie die Spanier eingefallen sind und im Grunde die Pyramiden der Maya dekonstruiert und aus denselben Häuser gebaut haben. Ich liebe Spanien – wirklich – aber wenn ihr euch reinzieht was die Spanier damals in Lateinamerika gemacht haben und wie viel Kulturgut sie zerstört haben, seid ihr, zumindest während ihr vor Ort seid, sehr froh keine Spanier zu sein. Aber gut ich bin Deutsche, ich sollte mich nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen…. Zurück zur Light Show. Sie ist wirklich toll! Ihr werdet durch eine wundervoll animierte Projektion mit auf eine Reise genommen, auf der ihr mehr über die Stadt erfahrt, in der ihre seid. Und somit auch über die Kultur der Maya. Aber auch selbst wenn Geschichte nicht so euers ist – was in meinem Fall der Fall ist – ist sie es trotzdem wert. Außerdem ist sie kostenlos und um ehrlich zu sein hat das Ganze einfach etwas magisch. Und von daher: Nichts wie hin! :D

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Cenote Suytun

Cenote Suytun ist eine der speziellsten und besondersten Cenoten von alle. Warum? Weil die Sonne durch ein einziges Loch an der Decke nach innen strahlt, was durchs Wasser reflektiert wird und dann wiederum zur Decke strahlt und! Ein Steg in die Mitte der Cenote führt. Falls das nicht genug war, schaut euch die Bilder an. Die sind recht selbsterklärend. 😊 Meine persönliche Geschichte mit der Cenote ist recht verschwitzt. Ich erinnere mich noch wie ich das Bild zum ersten mal bei Google gesehen habe und wusste: Da muss ich hin! Anschließend habe ich rausgefunden, wo das Teil liegt… Am Arsch der Welt – so viel kann ich verraten. Nein natürlich nicht ganz. Aber sie liegt halt so weit, dass man nicht einfach hinlaufen kann. Da die Distanz nicht ganz so weit schien, hab ich mal recherchiert wie weit es mit dem Fahrrad wäre. 20-30 Minuten. Doable also. Ich mir also ein Fahrrad bei meinem Hostel ausgeliehen und los. Tja was ich nicht bedacht hatte, war, dass es ab 10/11 Uhr scheiße heiß sein kann in Valladolid und der gesamte beschissene Weg über eine offene staubige Straße – teilweise mit einigem an Schlaglöchern – keinem Schatten und somit unter der gleißend heißen Sonne führt. Zusätzlich war dieses Fahrrad schwergängig und ich konnte entweder ganz tief oder Arsch hoch schalten. Da die Straße nicht immer perfekt für ein Fahrrad war und ich am Seitenrand fahren musste, um nicht überfahren zu werden, musste ich also immer wieder abbremsen und anschließend versuchen wieder halbwegs schnell zu werden, weil das langsam fahren leider auch nicht besser war als einmal kräftig in die Pedalen zu treten – glaubt mir ich habe beides probiert. Ich bin es gewohnt Fahrrad zu fahren, aber das… ich glaube es war die anstrengendste Fahrradfahrt meines Lebens. `:D Nicht wegen der Distanz oder dem Fahrrad, sondern weil dir der Schweiß in Valladolid teilweise schon runterläuft, wenn du noch im Schatten bist… Ich bin also mit hochrotem Kopf, von oben bis unter durchgeschwitzt, völlig am Ende der Welt und vermutlich extrem überhitzt angekommen. Da ich an dem Tag vorhatte drei Cenoten abzuklappern und nicht den ganzen Tag in nassen Klamotten rumlaufen wollte, nur um mir nachher noch was zu holen – ich war ja mit dem Fahrrad unterwegs (Fahrtwind und so) – habe ich dämlich wie ich damals war, kein Bad genommen, sondern nur Fotos gemacht. Dementsprechend habe ich mich im Schatten der Cenote abgekühlt und bin dann weiter. Wer jetzt den Kopf über so viel Sturheit und nicht den Plan ändern wollen/können schüttelt – ihr habt absolut recht. Und daher Folgendes: Macht es nicht so wie ich. Sondern mit Zeit, früh, einem vernünftigen Fahrrad und keinem Plan noch zwei weitere Cenoten anzufahren. Und natürlich am besten mit Leuten. Dann machen Cenoten immer mehr Spaß, weil man sich keine Sorgen um sein Zeug machen muss. Denn Cenote Suytun ist es wirklich wert: Es ist zwar „nur“ ein Steg und „nur“ ein Lichtspiel, aber um ehrlich zu sein ist es schon echt cool. Ich war zwar am Arsch, aber auch echt happy, dass ich gefahren bin, weil man da echt schöne Fotos machen kann und die Cenote schon etwas faszinierendes an sich hat. Sie ist halt mit dem Steg und dem Lichtspiel etwas besonderes und ich würde definitiv empfehlen hinzufahren. Nur eben nicht so wie ich :D Von daher auch für Cenote Suytun ein fettes JA! 😊

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Valladolid Park & Kathedrale

Valladolid’s Park ist tatsächlich einer der ersten Dinge, die ich in der Stadt wahrgenommen habe. Es ist ein ruhiger und entspannter, aber dennoch lebendiger Ort, wo man Snacks bekommt, sich hinsetzen und im Schatten auch ein bisschen der Hitze entfliehen kann. Es ist ein sehr entspannter Ort, wo auch Locals sich gerne im Schatten niederlassen und einfach nur die Atmosphäre aufnehmen. Die Kathedrale ist um ehrlich zu sein gar nicht so klar sichtbar, weil um den Park herum Straßen führen, und auf der einen Seite eben die Kathedrale steht. Da sie aber nicht krass über irgendwas hinausragt, passt sie sich dem Ambiente an und verschmilzt quasi so ein bisschen mit dem Park und der Umgebung. Unter uns habe ich die Kirche erst so richtig wahrgenommen, nachdem ich sie beleuchtet des nachts gesehen hatte – ein cooler Anblickt. Wesentlich schicker als bei Tag. Dennoch ist sie sehr süß und ganz hübsch. Park und Kathedrale, ja oder nein? Ja auf jeden Fall. Der Park gehört zum Flair Valladolids und wenn ihr schon mal da seid, wäre es Schwachsinn sich nicht auch kurz die Kathedrale anzuschauen.

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Cenote Zaci

Cenote Zaci ist die einzige Cenote Valladolid’s, die IN Valladolid und nicht in der Umgebung Valladolid’s liegt. Dementsprechend wird sie im Grunde behandelt wie ein öffentliches Schwimmbad und ist meistens gut besucht. Also nicht übervoll, aber man trifft eigentlich meistens irgendwen an, der chillt, schwimmt oder sich einfach nur kurz erfrischen will. Da der Eintritt meine ich um die 40 Pesos liegt oder lag, trifft man hier neben Touris auch viele Locals an. Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Besuch bei Zaci. Im Grunde kommt man an einem völlig unscheinbaren Eingang an und läuft einen schmalen Weg hinunter, der einen in ein verstecktes Dschungelparadies führt. Es ist wirklich schön. Zaci ist eine halboffene Cenote mit einem großen Pool, in den man unter Anderem von einer Plattform aus reinspringen kann :D – geil oder? 😊 Außerdem gibt es im steinigen Teil der Cenote auch ein Örtchen, wo man seine Sachen liegen lassen und sich hinchillen kann. Auf der anderen Seite der Cenote liegt der Grund, warum ich eben Dschungelparadies gesagt habe. Alles kräucht und pfläucht und ich für meinen Teil habe damals einen Leguan beobachten und fotografieren dürfen 😊 Gut die gibt’s häufiger in Mexiko, aber trotzdem wars cool :D Im Wasser selber war ich leider nicht, weil ich alleine bei Zaci war und schiss um meine Sachen hatte – heute bin ich der festen Überzeugung, dass es unbegründet war. Dafür war ich aber in anderen Cenotes baden und daher kann ich euch sagen: sehr wahrscheinlich ist ein Sprung in Zaci sehr erfrischen und wohltuend. :D Denn Valladolid kann durchaus heiß werden :D Hin, ja oder nein? Definitiv! Cenote Zaci liegt nicht nur direkt in der Stadt, sondern ist auch eine der schönsten Cenotes bei denen ich war. Also nichts wie hin! 😊

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