Cinco de Mayo

Der Cinco de Mayo ist ein echt großes Fest in Puebla mit einem Umzug, einer Kirmes, kulturellen, wie auch Tanz-Perfomances und die ganze Stadt ist auf den Beinen, feiert, ist ausgelassen und überall ist was los. Man könnte also meinen ich hätte geplant, für den Cinco de Mayo in Puebla zu sein. Dreimal dürft ihr raten, was tatsächlich der Fall war. :D Genau! Ich hatte nicht den leisesten Schimmer. Ich bin literally mit den Leuten, mit denen ich mich aus dem Hostel gut verstanden habe an dem Tag losgezogen und naja…. Nachdem wir dann die ersten Straßensperren entdeckt hatten, sind wir den Menschenmassen gefolgt und fanden uns plötzlich an einer Straße oder auch Strecke wieder, die komplett abgezäunt war und wo bereits alles saß und legit  nirgendwo mehr Platz war, um sich noch hinzustellen. Da ich solche Situationen aus dem Kölner Karneval kenne – nur, dass ich hier nie spät dran bin, weil ich weiß, wann ich wo für einen guten Platz zu sein habe – habe ich also quasi die Führung übernommen und uns einen sagen wir halbwegs okayen Platz gesucht. Es war komplett voll. Einen guten Platz zu finden wäre also utopisch gewesen. Als es schließlich losging und anfangs militärische Gruppen daher marschiert kamen, fand ich das noch normal. Aber Leute, ich habe noch nie, aber wirklich nie so viel Militär in einer Parade gesehen. Es kam militärische Gruppe nach militärischer Gruppe nach militärischer Gruppe und irgendwann habe ich mich wirklich gefragt, ob wir noch irgendetwas anderes sehen würden als militärische Gruppen. Weil… also es war echt viel `:D Irgendwann wurde es dann etwas weniger militärisch und schließlich sogar richtig schön bunt und sehr interessant. 😊 Es gab Gruppen aller Art, Farben und Purpose. Was mich persönlich besonders beeindruckt hat, war ein Berg aus Menschen, der einen Vulkan dargestellt hat, eine riesige Schlange, die sich auf Rollen fahrend die Straßen entlanggeschlängelt hat und eine Frau, die live oben auf dem Wagen mexikanische Hymnen geschmettert hat – die ist nur leider zu schnell vorübergefahren, um ein anständiges Video zu machen. Nachdem die Parade – sie war echt lang! Aber auch cool 😊 – vorbei war sind wir weitergezogen und haben die Kirmes oben im großen militärischen Park von Puebla entdeckt. Ich gebe zu Kirmes ist im Grunde auf der Welt überall sehr ähnlich. Aber natürlich gibt es dennoch Sachen, die es bei uns nicht gibt oder anders sind. Eine Sache, die mich während meiner gesamten Zeit in Mexiko immer wieder gewundert hat zum Beispiel ist, wie viel spendabler die Mexikaner bezüglich Ziplining oder anderen Aktivitäten sind, für die man eigentlich eher an einen Ort mit zB fantastischer Aussicht fahren würde. Mein persönliches Highlight war tatsächlich ein Spiegel der schräg ausgerichtet auf ein am Boden liegendes aufgedrucktes Bild von einem prunkvollen Schlosszimmer stand. Der Prunk hat mich weniger interessiert, vielmehr fand ich das Spiel mit dem Spiegel schön – wie ihr auf dem Foto sicherlich bemerken werdet :D Am selben oder nächsten Tag – das weiß ich leider nicht mehr so genau – bin ich dann zwischendurch auch mal alleine losgezogen und habe im Foyer eines, vermutlich, Kulturzentrums eine erst Theater und schließlich Tanzperformance gesehen. Komplett zufällig. War echt cool und interessant und…. Es ist unfassbar, was es für einen riesengroßen kulturellen Schatz auf diesem Planeten gibt. Cinco de Mayo, ja oder nein? Ich würde sagen das kommt darauf an, was für ein Typ Mensch du bist. Ich persönlich fand es toll und wahnsinnig faszinierend und bin extrem froh zufällig zu dem Zeitpunkt in Puebla gewesen zu sein. Dennoch glaube ich, dass so ein Trubel nicht was für jedermann oder auch frau ist. Daher würde ich empfehlen das individuell zu entscheiden. Obwohl man bei solchen Festen schon noch mal ein ganz anderes Gefühl für die Kultur des Landes bekommt, das man bereist. Ich persönlich erinnere mich, dass die Stimmung echt toll war und man den Stolz der Menschen aus Puebla spüren konnte 😊 Falls ihr also in der Nähe von Puebla seid und gerade Cinco de Mayo ist, würde ich euch sofern ihr nicht komplett scheu seid, wärmstens empfehlen, einen Zwischenstopp in Puebla einzulegen. Denn ich persönlich fands einfach nur toll. Und so was erlebt man ja nicht alle Tage 😊

WeiterlesenCinco de Mayo

Straße der Süßigkeiten

Ich… nein ja es ist wie es ist ich liebe Süßigkeiten. Und jeder der mich kennt weiß, ich würde niemals in meinem ganzen Leben die Straße der Süßigkeiten auslassen, wenn es eine gäbe. Natürlich wird sie in Puebla „Calle de Dulces“ genannt – ist die spanische Übersetzung von „Straße der Süßigkeiten“. Ich hatte – ganz ehrlich – nicht sonderlich viel erwartet, als ich mich zur Calle de Dulces aufgemacht habe, weil ich dachte das wäre nur ein Marketing-Gag. Also, dass das so n Touri Ding ist und es da vielleicht drei super überteuerte Läden gibt, die dann groß als Straße der Süßigkeiten ausgegeben bzw aufgebauscht wird. Da ich Süßigkeiten aber liebe, war mir das egal und ich bin trotzdem hingegangen. Und wurde demensprechend auch eines Besseren belehrt :D Denn… Die Calle de Dulces ist tatsächlich voll von Süßigkeiten. Kein Scherz. Es reiht sich zwar nicht notwendigerweise Süßigkeiten Laden an Süßigkeiten Laden, aber es kommt dem a) recht nahe und b) findet man hier nicht das, was man erwartet und was ein Marketing-Gag wäre – nämlich Süßigkeiten aus den USA oder Europa oder so (glaubt mir Mexiko ist leider sehr Amerika und/oder Europa fixiert manchmal – no offence México te quiero, pero es verdad 😉). Stattdessen findet man hier regionale, mexikanische Süßigkeiten, die ich noch nie in meinem ganzen Leben gesehen oder gekostet habe. Bedeutet im Klartext: ich war im Paradies. Natürlich gab es auch die typischen Läden wie in Europa, wo man sich gemischte Tüten zusammenstellen kann, aber der Großteil war voll von mexikanischen Spezialitäten bzw Süßigkeiten 😊 Anscheinend besteht sehr viel in Mexiko aus Gelee oder einer Gelee oder etwas aus etwas härterem bestehenden Süßigkeit/Substanz. Auch ist nicht alles unbedingt süß, sondern hat ganz viele verschiedene Geschmäcker wie zb scharf. Auch saures Zeug schmeckt in Mexiko anders. Es ist vollkommen verrückt, aber nachdem ich mich mit allen möglichen Sachen zum Probieren eingedeckt hatte, hab ich mich in meinem Hostel aufs Bett gesetzt, angefangen zu probieren und was soll ich sagen? Kein fucking Geschmack dabei den ich genauso kannte – außer natürlich die Sachen, die es auch in einer gemischten Tüte in Europa gibt :D Sogar das Fucking Esspapier schmeckt anders :D Ich habs gefeiert ganz ehrlich. Mein Geheimtipp: es gibt so flache sehr zerbrechliche Keksartige oder auch Pfannkuchenartige Sachen mit Zimt obendrauf in Puebla – soooooo lecker! (Btw den Zimt sieht man nicht, sondern riecht und schmeckt ihn nur!) Hätte ich mich reinsetzen können und habe ich ständig vor mich hin geknabbert. Und daher: Puebla danke für die Einführung in mexikanische Süßigkeiten. Es war mir eine echte Freude! 😊 Hin oder nicht? Selbstverständlich. Das ist eure Chance auf waschechte mexikanische Kultur und Geschmäcker, die es anderswo vermutlich nicht gibt :D 😊 

WeiterlesenStraße der Süßigkeiten

Der Parían

Bunt, vollgestopft und trotzdem geordnet und besonders. So würde ich El Parían beschreiben. Der Parían ist ein Markt mit handgefertigten Dingen in Puebla. Ich bin zugegebenermaßen nicht hingegangen, um mir etwas zu kaufen, weil ich im Vorhinein wusste, dass er teuer sein würde. Der Parían hat aber quasi den Ruf besonders Instagrammable zu sein, weil er aus nur einer Gasse besteht, an der sich Hütte an Hütte reiht. In der Mitte des Parían befindet sich ein weißes längliches Sofa aus Stein, das an einem Ende in einer Ecke mündet. Was bedeutet man hat einmal die bunt bestückten Hütten links und rechts und gleichzeitig den Gang mit entweder einem weißen Steinsofa oder einfach nur den Gang im Hintergrund. Eine große Besonderheit des Parían ist, dass die Hütten aus Stein sind. Das bedeutet sie werden nicht jeden Tag von neuem von den Standbesitzern aufgestellt und aufgebaut, sondern bleiben an Ort und Stelle und sind eher wie Läden. Natürlich verkaufen die Hütten zu beiden Seiten. Dennoch ist das mit Abstand – riesengroßem Abstand – der übersichtlichste und kleinste Markt mit Handgearbeiteten Sachen, den ich je in ganz Mexiko gesehen habe. Dennoch hat er alles und ganz ehrlich… die Fotos sind echt toll! Also, dass der Markt sehr instagrammable ist, stimmt komplett. Und die Preise sind aufgrund seiner Bekanntheit selbstverständlich auch etwas höher als anderswo. Nichtsdestotrotz kriegt man hier echt coole Dinge und Sachen zu sehen. Teilweise auch in einer Form oder Art, die man sonst vielleicht in Mexiko nicht unbedingt sehen würde 😊 Hin oder nicht? Auf jeden Fall. Der Parían ist einer der Main Attractions in Puebla und ich finde auch nur drüber zu schlendern lohnt sich bereits.

WeiterlesenDer Parían

Kathedrale und Zócalo von Puebla

Puebla ist wie eine kleine Großstadt. Auch ist sie ein bisschen wie die Miniaturversion von Mexico City. Wer vor oder nach Puebla mal in Mexico City war, weiß, was ich meine. Der Vibe, die Atmo und auch beide Städte sind sich ähnlich, nur dass es wesentlich ruhiger und entspannter in Puebla ist. Also weniger Tráfico, es ist obviously kleiner und nicht ganz so chaotisch. Tatsächlich war auch genau das der Vibe, den ich empfangen habe, als ich auf dem Zócalo von Puebla angekommen bin. Er ist genau so groß wie es der von einer kleineren Stadt mit Großstadtflair aber trotzdem ohne Hektik und entspannt, haben sollte. Und genau das strahlt auch der Zócalo aus. Es ist belebt, aber sehr entspannt, was zum Verweilen und Entspannen einlädt und das habe zumindest ich regelmäßig genutzt :D Auch die Kathedrale, die irgendwie vom Zócalo aus so halb um die Ecke liegt, ist groß, aber nicht riesig und sehr entspannt. Meines Erachtens nach von außen zwar ein bisschen grau, aber trotzdem beeindruckend und das Interior hat mich irgendwie gleichzeitig enttäuscht und überrascht. Ich glaube, weil die Kathedrale einfach wirklich groß ist bzw wirkt und es drinnen halt einfach im Vergleich ein wenig kleiner ist als möglicherweise erwartet. Dennoch aber definitiv schön und einen Besuch wert. 😊 Hin oder nicht? Der Zócalo ist das absolute Herzstück von Puebla und wenn ihr wissen wollt, was in Puebla gerade so abgeht, wird der Zócalo euch definitiv weiterhelfen :D Und die Kathedrale ist auch nicht zu verachten und ein kurzer Blick rein sollte doch nicht schaden, oder? 😉

WeiterlesenKathedrale und Zócalo von Puebla

San José del Pacífico

San José del Pacífico ist einer dieser Orte, wo ich bis heute nicht weiß, warum er so viele Menschen anzieht. Ich meine ich weiß schon warum, aber ich verstehe nicht, warum ich diesen Ort auch so anziehend fand. Um nicht weiter so kryptisch zu klingen: In San Jose del Pacífico gibt es an sich nichts zu tun. Es ist ein sehr sehr sehr kleines Dorf, was außer einer unglaublichen Stille und Ruhe nichts hat, was irgendwie touristisch attraktiv wäre. Die meisten der Backpacker statten San José del Pacífico einen Besuch ab, weil sie Mushrooms essen und dann im Wald wandern gehen wollen – zumindest ist es das, was ich gehört habe. Da ich aber keine Drogen nehme – habs nie ausprobiert, kein Interesse dran und ist halt schlicht nicht meins – hab ich also gegoogelt, was man denn da sonst so machen kann. Hintergrund: meine kleine Backpackerclique, mit der ich zu dem Zeitpunkt unterwegs war, wollte dahin. Ich habe also recherchiert und von besonderen Sonnenuntergängen und tollen Wandermöglichkeiten gelesen und dachte mir so „Okay warum nicht let’s do it.“ Und hatte ganz ehrlich null Erwartungen. Tja und genau deswegen hat mich San José del Pacíficio auch mit seinem eigenen aber total magischen Bann so angezogen und verzaubert. Und lässt mich bis heute verwirrt zurück. Die Ankunft: Die Straße die nach San José del Pacífico führt ist lange und extrem kurvig. Means falls euch leicht schlecht wird, ihr seid hiermit offiziell gewarnt. Da die Fahrt wirklich lang ist! Kommt ihr an und habt erst mal das Bedürfnis eure Beine zu strecken – man sitzt wirklich gefühlt ewig. Sobald man das Colectivo verlässt, betritt man dieses Dorf hoch in den Bergen, das ehrlich gesagt ein bisschen wie ausgestorben wirkt. Wir sind damals an einem Tag angekommen, an dem es unglaublich neblig war. Er war fast undurchdringbar und ist in jeden Winkel von San José del Pacíficio gekrochen. Gen Abend wurde er sogar so undurchdringlich, dass man gerade mal 10 Meter weit gucken konnte. Echt heftig. Nachdem wir eingecheckt hatten, habe ich das gemacht, was ich immer mache, wenn ich irgendwo angekommen bin und ein bisschen Bewegung brauche: rumspazieren und meine Kamera mitnehmen. Genau bei diesem Spaziergang hat es auf mich übergegriffen. San José del Pacífico ist wie in einen Deckmantel der Stille und Ruhe gehüllt. Man streift durch die Straßen und versinkt geradezu darin. Auch bin ich so gut wie niemandem begegnet – ich bin noch nie an so einem verlassenen Spielplatz vorbei gekommen. Die Straßen und Häuser sind meist entweder ein bisschen kaputt und heruntergekommen oder es wird gebaut. Und diese Stille und der Nebel, der einfach überall reingekrochen ist… Das war schon echt unique und hat mich auf eine ganz sonderbare Art und Weise in seinen Bann gezogen. Nennt mich gerne verrückt, wenn ich das sage, aber San José del Pacíficio umgibt eine gewisse Magie und sie wird aus Stille und absoluter Ruhe gezeugt, die dieses Dorf und jeder Millimeter davon ausstrahlt. Im Hostel habe ich dann den absolut besten mexikanischen Kakao meines Lebens getrunken – sie machen in Mexiko den Kakao mit Wasser, was ich für gewöhnlich nicht mag. Dieser aber war wirklich gut! Tja und dann hats irgendwann angefangen zu schütten, als gäbe es kein Morgen mehr. :D Dafür war das Abendessen top und der Sonnenaufgang am nächsten Morgen – es hatte aufgeklärt – einfach nur wunderschön. Nicht ganz so perfekt wie in Puerto, aber anders und trotzdem toll. Ich bin natürlich frühmorgens aufgestanden und suchen gegangen, ob ich den perfekten Spot für einen Sonnenaufgang finde… und leider kläglich gescheitert. Auch habe ich das mit dem Wandern ausprobiert und…. Nein. Also man kann da schon hoch in den Wald und der Wald ist auch ganz nett und auch unfassbar still! – So still – Aber… weder eine Aussicht noch… irgendwas anders. Vielleicht habe ich sie aber auch einfach nicht gefunden who knows. Und unter uns – ich fand den Wald beinahe ein bisschen gruselig. Ich meine wart ihr mal ganz alleine in einem Wald in dem wirklich NUR das Rascheln der Blätter und das Zirpen der Vögel zu hören ist und so kein super klarer Weg zu sehen ist? Und das an einem Ort, wo die Stille Teil der Atmo ist. Mag sein, dass das toll ist, aber ich fands in dem Moment ein bisschen scary :D Hin oder nicht? Ich kanns euch nicht beantworten. Wer dem Ruf folgen und Mushrooms essen will, sollte das tun denke ich. Abgesehen davon ist es auch definitiv was für Menschen, die kleine ruhige Dörfer genießen, wo man gut runterkommen kann. Ich persönlich kann nur sagen ich fands auf eine ganz eigene Art und Weise magisch. Dennoch glaube ich nicht, dass es was für alle ist. Daher würde ich das hier euch überlassen.

WeiterlesenSan José del Pacífico

Aussichtspunkt in Chacahua

Eine traumhafte Aussicht auf Chacahua und ein wunderschöner Sonnenuntergang. Das ist in short, was man über den Aussichtspunkt in Chacahua wissen sollte. Ich selbst bin ziemlich random auf den Aussichtspunkt gestoßen, weil ich eigentlich primär wegen dem Strand nach Chacahua gekommen bin. Gen Sonnenuntergang ist allerdings eine größere Gruppe aufgebrochen und als ich nachgefragt habe, wohin es denn geht meinten sie <>. Da das mit der Biolumiszenz erst bei Dunkelheit ist, habe ich mich also kurzerhand angeschlossen und bin mit den Anderen zum Anleger und übergesetzt. Man muss nämlich auf die gegenüberliegende Insel. Dann noch einen kurzen und leicht steilen Weg hoch und voilà man ist da. Der Aussichtspunkt besteht aus einer Plattform und einem Leuchtturm. Und die Aussicht ist… ganz ehrlich echt spektakulär. Man blickt auf der einen Seite aufs offen Wasser hinaus, wo die Sonne langsam untergeht. Zur anderen liegt das verwinkelte System der Mangroven mit großen Wasserarealen dazwischen. Unten zwischen Wasserarealen und Strand sieht man ein Meer an Mangroven und Palmen. Es ist… wirklich wunderschön. Und der Sonnenuntergang ist einer der besondersten, die ich in ganz Mexiko gesehen habe. Wirklich und ehrlich einfach nur einer dieser Orte, die man nicht vergisst. Vor allem nicht bei dieser Aussicht – man sieht sogar den Dunst sich über das Blätterdach um Chacahua legen. Es ist echt faszinierend. Hin oder nicht? Ihr verpasst was, wenn ihrs nicht während eurer Zeit in Chacahua macht. Ich persönlich wäre da jeden Abend hoch, wenn ich länger in Chacahua gewesen wäre.

WeiterlesenAussichtspunkt in Chacahua

Mangroven in Chacahua

Um ehrlich zu sein habe ich mich immer gefragt, was alle an Mangroven so speziell finden. Ich meine klar, sind das Bäume, bzw dünne Äste aus denen dann baumartige Pflanzen wachsen, die nicht aus dem Boden an Land, sondern aus sumpfartigem Boden ragen. Ich verstehe schon warum das von der Perspektive der Natur aus gesehen cool ist. Aber ich hätte nicht erwartet, dass ich das so cool finden würde. Bis ich dann mal selber durch Mangroven gefahren bin. Meine Fahrt durch die Mangroven von Chacahua war tatsächlich purer Zufall. Man muss nämlich, wenn man nach Chacahua möchte, durch die Mangroven fahren. Anders kommt man da gar nicht hin. Und da ich das Glück hatte mit meinem Fahrer komplett alleine im Boot zu sitzen und mein Fahrer zufälligerweise wirklich nett war, sind wir sehr langsam durch die Mangroven gefahren und haben sogar zwischendurch angehalten. Ich habe im Grunde so etwas wie eine gratis Tour durch die Mangroven von Chacahua bekommen. Er hat mir den Tunnel der Liebenden gezeigt – da haben sie damals zwei beim Rummachen entdeckt :D Tja und seitdem heißt die Stelle so. Er hat mir natürlich auch noch andere Orte erklärt, aber die Geschichte ist mir irgendwie im Kopf gebelieben. Der Grund, warum ich die Mangroven so cool fand, waren aber tatsächlich nicht die Tour oder die Geschichten, sondern einmal die Struktur der Bäume. Die Verästelung der Wurzeln ist schon echt faszinierend und das dichte Blätterdach…. Du bist wirklich wie in einer Art Cocon aus Wasser und einem Blätterdach über dir. Schon crazy. Und diese Stille und Ruhe des Ortes. Das war tatsächlich auch das, was für mich die Magie ausgemacht hat. Dass du da einfach gesessen hast und nichts als den Frieden und die Natur gehört und gespürt hast. Echt beeindruckend, was so etwas bei einem auslösen kann. Mein absolutes Highlight war natürlich, dass er mich auch mal hat fahren lassen und mir im Grunde gezeigt hat, wie man so ein Boot steuert. Bedeutet ich bin auch ein bisschen selbst durch Mangroven gefahren. Und ich glaube, das kann nicht jeder von sich behaupten. :D Hin oder nicht? Auf jeden Fall. Klar gibt es noch andere Orte in Mexiko mit Mangroven, aber in Chacahua bekommt ihr einfach zusätzlich noch einen traumhaften Strand, zwei tolle Aussichtspunkte und ein echtes Juwel von Ort. Ernsthaft Chacahua ist die Mühe wert – der Weg nach Chacahua ist schon etwas komplizierter.

WeiterlesenMangroven in Chacahua

Aussichtspunkt nahe Chacahua

Versteckt, unauffindbar ohne Guide und eine hammer Aussicht. Mehr bräuchte ich zu diesem Aussichtspunkt eigentlich gar nicht sagen. Nachdem ich meinen netten mexikanischen Bootsfahrer gefragt hatte, wie viel Geld er von dem Vermittler in die Hand gedrückt bekommen hatte und er gemerkt hat, dass ich mich ehrlich aufgeregt habe, wie wenig er von dem Geld gesehen hat, sind wir ins quatschen gekommen. So hab ich ihm über Chacahua Löcher in den Bauch gefragt und er hat mir eine kleine Gratistour mit Geschichten von den einzelnen Sachen gegeben – Vogelinsel, Mangroven und eben der Aussichtspunkt. Als wir beim Aussichtpunkt angekommen waren, bin ich, anstelle meinem netten Guide einfach zu folgen und meine Füße an genau denselben Stellen wie er auf den Boden zu setzen, erst mal schön woanders hingetreten und mit meinem gesamten Bein im Sumpf gelandet. :D Ich hatte ehrlich Glück, dass ich meine Kamera hochgehalten habe und der Sumpf nicht tiefer war… die Kamera ist nämlich nicht weit oberhalb der Oberfläche zum Halten gekommen… Nachdem mir rausgeholfen worden war und ich mir bei einer netten Dame Beine und den Teil meiner Hose abspritzen konnte, der dreckig geworden war, haben wir uns an den Aufstieg gemacht. Leute, ich habe selten so viele trockene Pflanzen auf einmal gesehen. Aber gut es war auch Trockenzeit. Oben angekommen, mussten wir noch eine Leiter rauf, die ganz ehrlich so aussah, als würde sie jeden Moment in sich zusammenstürzen, wenn ich sie nur zu viel belaste – kein Scherz. Ich habe mir also wirklich ein Herz genommen und mich an den Aufstieg gewagt… ich lebe noch 😉 Die Aussicht war wirklich schön! Zugegebenermaßen ist die Aussicht von dem Aussichtpunkt in Chacahua aus besser. Dennoch kriegt man einen wunderschönen Überblick über die großen Wasserströme und die Struktur der Mangroven und des Gebiets um Chacahua. Abgesehen davon ist der Ort unglaublich ruhig und entspannt und… mitten in der Natur. Wirklich null für Touris ausgelegt, was ich total gefeiert habe :D Hin oder nicht? Ich persönlich finde ja man sollte in Chacahua alles mitnehmen, was man machen kann, aber ich würde zu dem Aussichtspunkt tatsächlich nicht solo hinfahren. Versucht ihn mal in eine Tour mit reinzubekommen. Also Abschluss zu Mangroven und Vogelinsel zum Beispiel. Dann lohnt es sich total wie ich finde.

WeiterlesenAussichtspunkt nahe Chacahua

Vogelinsel von Chacahua

Die Vogelinsel von Chacahua liegt auf dem Weg nach Chacahua. Sie wird Vogelinsel genannt, weil sie eine kleine Ansammlung von Insel und Mangrovenbäumen ist, auf der schlicht und ergreifend Vögel leben. Es gibt mehrere Bäume, die von unterschiedlichen Vögeln besiedelt sind, außerdem habe ich Pelikane gesehen und natürlich auch aus dem See ragende vollgeschissene Steine und auch einen kleinen Schwarm Vögel, der über einem der Bäume kreiste. Mein netter Fahrer ist auch hier langsamer dran vorbeigefahren, wodurch ich Fotos machen konnte und eine weitere coole Sache von Chacahua kennengelernt habe, ohne zu wissen, dass es das zu entdecken gibt. Falls ihr eine Mangroventour buchen solltet, schaut doch Mal, ob ihr die Vogelinsel inkludieren könnt – und auch so einen Aussichtpunkt, der ebenfalls nur mit dem Boot zu erreichen ist. Oder ihr mietet selbst eins, aber ich weiß nicht, ob ihr euch alleine zurecht finden würdet. Ist nämlich schon ein Labyrinth da :D Hin oder nicht? Solo und nur für die Insel nein. Auf dem Hinweg oder in einer Tour, ja.

WeiterlesenVogelinsel von Chacahua

Nach Chacahua

Chacahua ist… um ehrlich zu sein ist Chacahua der einzige Ort, von dem ich in ganz Mexiko behaupten würde, er hat den perfekten Strand. Aber fangen wir von vorne an…. Hin kommt man nämlich nicht einfach mal ebenso. Erst muss man ein Colectivo nehmen, – wenn ihr dem Fahrer sagt, wo ihr rauswollt, sagt der euch Bescheid – dann ein Taxi Compartido, dass euch mit 3 weiteren Menschen – ja hier müsst ihr evtl etwas warten –, zu einem Anleger für Boote fährt. Von dort aus müsst ihr mit dem Boot weiter übers Wasser und zwischen den Mangroven durch. Und dann kommt ihr an. Bedeutet…. Man braucht durchaus den gesamten Vormittag, um nach Chacahua zu kommen. Tagestrip von Puerto Escondido aus ist also raus. Hatte ich überlegt, ist den Hussle aber nicht wert und! Chacahua ist viiiiiel zu schön, um gleich wieder abzuhauen. Wirklich. Als ich mich damals auf den Weg nach Chacahua gemacht habe, war ich extrem angeschlagen. Ich war erkältet und hatte das Gefühl, als würde eine große Welle auf mich zukommen. Dämlich wie ich war, dachte ich, ich würde es trotzdem packen. Tja far fetched. Zumindest wenn man so einen Knall hat wie ich. Auch wurde ich an dem Tag übrigens über den Tisch gezogen, was den Preis für meine Bootsfahrt angeht – ist mir insgesamt nur eine Handvoll an malen auf meiner Reise durch Zentralamerika passiert und hat mich dementsprechend echt angepisst. Vor allem weil mein Bootsfahrer wirklich wirklich nett war und nicht mal sonderlich viel von dem Batzen Geld gesehen hat. Er wiederum hat mir alles gezeigt und hätte das Geld eigentlich verdient gehabt. Sackgesicht. Also der Typ der mich nur vermittelt hat. Bin ich heute noch sickig wegen, weil mir das sonst echt vielleicht einmal in Mexiko passiert ist. Und dann noch nur fürs Vermitteln! Naja… Also, die Bootstour war…. Ehrlich gesagt eine der coolsten Sachen, die ich je gemacht habe. Ich habe mit meinem wirklich wahnsinnig netten Guide gequatscht, er hat mir die Vogelinsel und die Mangroven gezeigt – es hat wirklich beinahe einer Tour geglichen – und ist sogar noch mit mir auf den Aussichtspunkt hoch, für den man normalerweise eine extra Tour buchen muss, weil man da ohne Boot nicht hinkommt. On top – mein absolutes Highlight by far – hat er mich das Boot fahren lassen. Zwischen den Mangroven hindurch, wie auch auf offenem Wasser und richtig schnell. Und das war echt einfach nur der absolute Hammer. Also all das, was er mir gezeigt hat und auch das Selbstfahren… und ich durfte so schnell fahren und mich ausprobieren und… Es war ganz ehrlich einer meiner schönsten Tage in Mexiko. Abgesehen davon, dass der Arsch mein Geld bekommen hat. Dem netten Mexikaner hätte ich das Geld für die Allround Tour nämlich gerne gezahlt. In Chacahua angekommen war ich also extrem happy, hatte gefühlt schon die ganze Umgebung von Chacahua gesehen und hab natürlich durch das ganze Adrenalin hindurch meine Erkältung nicht gespürt. Dementsprechend bin ich also mit Sack und Pack los und hab mich auf zu dem berühmt berüchtigten Surf-Strand von Chacahua gemacht, wo ich mir einen Schlafplatz für die Nacht suchen wollte. Tatsächlich muss man auf dem Weg noch einmal durch so eine Art Minifluss, wo ich netterweise kurz auf einem Motorrad mitgenommen wurde und am anderen Ende wieder abgestiegen bin. Schließlich aber war ich da und was mich erwartet hat, war etwas das ich nicht geglaubt hatte in Mexiko zu finden. Der Strand von Chacahua ist…. Ein weißer langer und sich gleichzeitig leicht biegender Sandstrand auf dem die Wellen gemächlich und an vielen verschiedenen versetzten Stellen brechen – das absolute Surfer Paradies. Ehrlich es gibt so viele Wellen, dass du dir eine aussuchen kannst. Der Hintergrund ist gesäumt von Palmen, die in die Höhe sprießen. Und das Wasser so klar und blau, als müsste es doch immer so aussehen. Ein Strand wie aus dem Paradies. Zumindest für mich. Und dementsprechend hab ich mich erst mal im Schatten in den Sand gesetzt und wie hypnotisiert auf das gestarrt, was vor mir lag. Ihr fragt euch jetzt bestimmt wo die Bilder bleiben…. Tja….ich habe keine gemacht. Denn mir gings echt beschissen. Also erst war es zu heiß, um über den Strand zu laufen und später am Nachmittag gings mir nur so semi geil, weswegen ich meine Kräfte für mein Biolumiszenz Schwimmen am Abend sparen wollte und die Fotosession auf den nächste Tag verlegt habe. Da ich die Nacht über allerdings wirklich beschissen geschlafen habe und wie ich vermute sogar Fieber hatte, bin ich am nächsten Tag zurück nach Puerto Escondido geflüchtet um mich auszukurieren. Und danach hatte ich leider keine Zeit mehr um noch mal zurückzukehren. Sobald ich noch mal in Mexiko bin, liefere ich die Fotos aber nach. Versprochen! 😊

WeiterlesenNach Chacahua