Straßen von Belize City

Bevor ich von Chetumal aus über die Grenze und nach Belize City aufgebrochen bin, hatte ich ein paar Dinge gehört. Belize sollte angeblich teuer, englischsprachig und vor allem Belize City gefährlich sein. Die ersten beiden Dinge sind komplett wahr. Belize ist dafür, dass es ein so kleines Land mitten zwischen armen bis sehr armen Ländern (Mexiko, Guatemala, El Salvador, Honduras) ist, verdammt teuer. Sogar für Europäer. War auch einer der Gründe, warum ich wusste, ich bleibe nicht lange :D Gleichzeitig ist es tatsächlich das einzige Land in ganz Lateinamerika dessen offizielle Sprache englisch ist. Wenn man davor über ein Jahr in ausschließlich spanischsprachigem Raum unterwegs ist und auch noch fließend spanisch spricht, ist das extrem seltsam. Ich persönlich hatte im Grund einen sprachlichen Kulturschock. Weil Belize funktioniert ähnlich wie die anderen Länder, spricht aber komplett anders und ist on top auch sehr viel teurer als die es umgebenden Länder. War also ein bisschen wie verkehrte Welt und echt gewöhnungsbedürftig :D Bzgl dem gefährlich…. Ich bin bei diesem Stereotyp grundsätzlich etwas skeptisch, weil die Europäer es über Mexiko, die Mexikaner es über Guatemala und auch den Rest von Zentralamerika sagen und so geht das immer weiter. Tatsächlich war ich auf meiner Reise durch Zentralamerika, Cuba und Mexiko aber nur an drei Orten, wo ich mich etwas bis sehr unwohl mit meiner Kamera gefühlt habe. Und Belize City gehört nicht zu diesen Orten. Klar hatte ich ein leichtes Gefühl der Beklommenheit am Anfang, aber mir wurde ja auch vorher gesagt es sei gefährlich. Von daher… :D Ich habe Belize City wie folgt wahrgenommen: relativ belebt im Zentrum, ruhig zwischen den Häusern, meist entweder zugewandt und freundlich oder komplett gleichgültig gegenüber Touris (mir) und recht klein mit ein paar schönen Ecken. Und ganz viele Häuser auf Stelzen. Hab ich so deutlich nur von Belize in Erinnerung. Hin oder nicht? Ich fand Belize City jetzt nicht krass sehenswert, fand meinen Rundgang aber sehr „lehrreich“. Denn er hat mir gezeigt: Belize City ist echt voll okay 😊

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Calakmul

Die Ruinenstätte Calakmul liegt mitten im Nirgendwo und ist anders, als alle anderen Ruinenstätten, die ich in Mexiko besucht habe. Das liegt einerseits daran, dass Calakmul wirklich weit ab vom Schuss liegt. Im Klartext: man muss von Chetumal aus ein Colectivo nach Xpujil nehmen, wo man sich dann eine Mitfahrgelegenheit oder ein Taxi Colectivo/private Tour organisieren muss. Und zweitens ist Calakmul die einzige Pyramide, bei der ich auf den Ruinen drauf, Bäume habe wachsen sehen. Die Ruinen nahe Palenque in Chiapas verschmelzen ja auch mehr oder weniger mit dem Dschungel, aber hier ist einmal das Klima feuchter und gleichzeitig habe ich hier keinen Baum auf einer Pyramide wachsen sehen. In Calakmul hingegen ist es etwas trockener und im Grunde wurde der Natur freie Hand gelassen mit den Pyramiden zu verschmelzen. Man hat nur dafür gesorgt, dass die Pyramiden sicht- und begehbar sind. Und da Calakmul wirklich nicht einfach zu erreichen ist, sieht man kaum bis keine anderen Touris. Also schon durchaus etwas echt Besonderes. Unser Guide hat uns, als ich da war, auch ein bisschen die Natur und die Umgebung gezeigt, was echt cool war. Wir sind ein paar besonderen Vögeln, u.a. auch einem Strauß und ein paar Affen begegnet. Aber auch die Atmo an sich ist sehr friedlich und pur und man spürt wie vereint Natur und Pyramiden miteinander sind. 😊 Und zu guter Letzt noch ja die Ruinenstätte an sich ist auch schön. Das, was die Szenerie allerdings besonders und meines Erachtens nach auch sehenswert macht, ist aber dieses besondere Zusammenspiel aus Ruinen und Natur. Hin oder nicht? Ich gebe zu, dass es wirklich kompliziert ist nach Calakmul zu kommen. Und auch ein bisschen abenteuerlich. Ich fand es trotzdem sehr schön und lohnenswert. Daher ja, aber wirklich nur, wenn die Zeit auch da ist. Weil, das Ganze ist ein 3 Tagestrip. Anreise, Calakmul und Abreise.

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Bacalar

Ruhig, unglaublich friedlich und einfach magisch. Ich gebe zu ich habe lange überlegt, ob ich in Bacalar einen Stopp einlegen soll oder nicht. Bacalar sieht wunderschön auf Fotos aus, aber so wirklich viel machen kann man vor Ort nicht. Bedeutet es ist einer dieser Orte, die dich entweder einfach catchen oder eben nicht. Als ich in Bacalar ankam, kam ich gerade von meiner Rundreise durch die sagen wir mal mit touristischsten Orte Mexikos – Cancún, Playa del Carmen und Tulúm. Ich hatte ehrlich Angst es würde mir zu ruhig werden. Einfach weil Bacalar winzig ist und im Grund nur Stege hat, die ins Wasser führen. Bacalar hat allerdings einen ganz ähnlichen und gleichzeitig anderen Effekt wie Puerto Escondido. Man kommt an und fühlt sich instant entspannt. Es ist unglaublich ruhig und friedlich und man atmet einfach automatisch irgendwie durch. Da mein Hostel am einen Ende von Bacalar lag, bin ich an den vermutlich ersten offiziell in Bacalar liegenden Steg gelaufen, den es gibt. Als ich die Aussicht gesehen habe, wars um mich geschehen. Die Magie hat auf mich übergegriffen und ich wusste sofort, dass es die richtige Entscheidung war, gekommen zu sein. Bacalar besteht zwar „nur“ aus ruhigem Gewässer, Stegen die ins Wasser führen, ein bisschen Schilf und Gräsern am Rand und Menschen die auf Stegen chillen, Bootsausflüge oder Stand-Up Paddling machen, aber…. Es ist einfach so unglaublich ruhig und entspannt. Man setzt sich wirklich einfach nur hin, blickt auf die Szenerie und kommt runter. Und das wars. Das ist die ganze Magie. Und sie reicht vollkommen :D Ich habe Bacalar als einen Ort empfunden, der einen dazu bringt, die Gedanken schweifen zu lassen, die Stille zu genießen, kreativ zu sein und einfach mal zu Sein. PS: Das Zentrum von Bacalar und die restliche Stadt sind wirklich wirklich nicht spektakulär. Ich hab ne Runde gedreht und…. Bleibt einfach am Steg sitzen und schaut mal, was so mit euch passiert 😉 Hin oder nicht? Ich glaube Bacalar ist einer dieser Orte, der so ziemlich jeden catched. Vor allem, wenn man sich darauf einlässt. Für schnell schnell ist Bacalar nicht wirklich was, aber selbst, wenn man ankommt und nur für einen ganzen Tag bleibt, macht das schon was mit einem. Von daher würde ich persönlich es nicht aussparen 😊

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Streetart – Tulúm

Ich hatte bereits, bevor ich in Tulúm angekommen bin, davon gehört, dass es in Tulúm wirklich schöne bzw wirklich viel Streetart geben würde. Dementsprechend hatte ich mir fest vorgenommen eine Runde zu drehen und auf die Suche zu gehen. Und tatsächlich wird man durchaus im Zentrum, wie auch etwas außerhalb, fündig. Unten gibt es eine kleine Auswahl der Graffitis und Wandgemälde, die ich am schönsten fand. Auf die Suche gehen oder nicht? Ich fand die Graffitis und die Streetart in Tulúm grundsätzlich echt nice. Zwar hatte ich mir bei den Beschreibungen schon ein bisschen mehr vorgestellt, aber grundsätzlich gibt es tatsächlich relativ viel schöne Streetart in Tulúm. Nur ist sie sehr verteilt und meist so in die Umgebung eingewebt, dass sie weniger als verdient zur Geltung kommt.

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Ruinen & Strand Santa Fe – Tulúm

Im gesamten Gebiet rund um Quintana Roo, Yucatán, Campeche, Tabasco und Chiapas gibt es eine ganze Menge Ruinen, die man besichtigen kann. So auch in Tulúm. Das Ruinengebiet in Tulúm ist ganz süß und hebt sich besonders durch einen kleinen Strand und die Aussicht über das Meer vom Rand der Klippen wie auch vom Strand aus ab. Und man kann direkt von den Ruinen aus zum Strand laufen. Ruinentechnisch…. Ist Tulúm um ehrlich zu sein nicht sonderlich krass. Vor allem nicht, wenn man vorher die Ruinen in zb Yucatán oder Chiapas gesehen hat. Hin oder nicht? Wer Tulúm eh besucht, ja, weil keine andere Ruinenstätte einen Strand direkt vor der Nase hat. Wer Tulúm nicht sowieso besucht, nein, weil es wirklich zahlreiche schönere und beeindruckendere Ruinenstätte in Mexiko gibt.

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Tulúm

Tulúm ist der Ort der Backpacker in Quintana Roo. Oder zumindest der drei „großen“ und bekanntesten Orte von Quintana Roo (Cancún, Playa del Carmen und Tulúm). Das kommt daher, weil Tulúm im Vergleich ein bisschen weniger teuer und touristisch ist. Auch gibt es direkt in Tulúm ein bisschen mehr zu sehen (Cenoten, Ruine & Strand). Und Tulúm hat teilweise echt coole Streetart zu bieten. Da Tulúm den Ruf hat recht putzig, schön und alternativ zu sein, hatte ich die Hoffnung Tulúm im Gegensatz zu Cancún und Playa del Carmen zu mögen. Schließlich fand ich Playa del Carmen echt okay im Vergleich zu Cancún und ich dachte, vielleicht steigert sich das ja langsam. Tulúm ist tatsächlich auch recht putzig, schön und alternativ. Aber halt leider nur im Vergleich zu Cancún und Playa del Carmen. Und auch die Ruinen sind, wenn man die großen und wunderschönen von Mexiko schon gesehen hat, echt mau (no offence). Der Strand ist okay und tatsächlich ganz schön, aber halt ein einzelner Strand. Da haben Cancún und Playa del Carmen tatsächlich mehr zu bieten. Die Cenoten… spart euch die Zeit, den Weg und das Geld lieber für Valladolid und Mérida. Wie gesagt no offence Hin oder nicht? Ich weiß, ich lasse kein gutes Haar an Tulúm oder anderen Orten in Quintana Roo. Irgendwo tut mir das auch leid, aber… Quintana Roo ist halt nun mal sehr teuer und touristisch und im Vergleich zu anderen Ecken in Mexiko einfach nicht so reich an kultureller und landschaftlicher Schönheit. Daher kann man Tulúm mitnehmen, wenn man will, aber es ist halt echt kein muss.

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Strandpromenade – Playa del Carmen

Im Grunde das, wofür Playa del Carmen neben Party bekannt ist. Zu dem Zeitpunkt, als ich da war, hatte die gesamte Küste von Quintana Roo ein fettes Algenproblem. Das hat auch in Playa del Carmen dafür gesorgt, dass der Großteil des Strandes komplett voll war mit Algen – also nicht wundern bei den Fotos. Das ist/war zwar schädlich für den Tourismus, ich fand die Fotos dafür aber teilweise interessanter und habe vermutlich auch mehr fotografiert, als ich das sonst hätte. :D Weil die Szenerie ändert sich bei so vielen Algen natürlich komplett. Der Strand an sich ist aber ganz schön und man kann wirklich komplett einmal am Meer entlang laufen in Playa del Carmen. Fand ich ziemlich cool und bedeutet, dass ich am Ende meines langen Strandspaziergangs im Grunde wieder in der Nähe vom Hostel war :D Hin oder nicht? Mit Algenproblem nein, weil das schon echt heftig und deutlich sichtbar war. Also ich meine ihr könnt natürlich nur für Coco Bongo und die Stadt an sich hin, aber…. Playa del Carmen ist nicht umsonst ein Ort, wo die Meisten für den Strand hinfahren (gibt nicht viel anderes). 😉 Ohne Algenproblem könnt ihr euch hier nen chilligen machen. Menschen, die weder Strand noch Party feiern, sollten wegbleiben. Und Menschen, die touristische Orte nicht mögen können Playa del Carmen auch skippen. (PS: für Strand und Party gäbe es in Mexiko da noch andere coole Orte wie Puerto Escondido).

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Straßen von Playa del Carmen

Playa del Carmen ist einer der berühmten und damit auch ziemlich touristischen Küstenorte von Quintana Roo. Besonders Amis machen hier gerne Urlaub, was bedeutet, dass man günstig und leicht hinkommt, vor Ort aber alles recht teuer ist. Bekannt ist Playa del Carmen für Sonne, Strand (dazu in einem anderen Post) und Party. Und um ehrlich zu sein hat es abgesehen davon auch nicht viel mehr zu bieten. Also das Zentrum ist schon ganz süß, aber die Stadt selbst ist nicht allzu groß und im Zentrum gibt es hauptsächlich Souvenir-Läden, Bars und Clubs, die einen abends/nachts von allen Seiten mit unterschiedlicher Musik beschallen. Eine der Hauptattraktionen ist natürlich das Coco Bongo, das es nur hier und in Cancún gibt und sein Geld (Coco Bongo) meiner Meinung nach tatsächlich wert ist. Hin oder nicht? Playa del Carmen ist nicht mein Lieblingsort, aber definitiv schöner, schon irgendwo cute und von der Atmo her angenehmer als Cancún. Von daher würde ich sagen kann man machen, muss man aber nicht. Kommt halt drauf an, was für ein Typ Reisender man ist bzw welche Art von Urlaub man machen will.

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Punta Ciricote – Holbox

Holbox, oder besser Holbox Stadt, liegt ziemlich weit auf einer Seite von Holbox. Punta Ciricote ist pretty much in entgegengesetzter Richtung ganz am Ende von Holbox und blickt auf eine putzige kleine Insel. Und wenn man noch ein kleines Stückchen weiter den sandigen Weg runterfährt, kommt man an einen sehr süßen und putzigen Strand mit einem Steg, der ins Wasser geht und von dem aus man ganz wunderbar den Sonnenuntergang beobachten kann. Das Ganze ist, da es am anderen Ende der Insel liegt, natürlich relativ weit weg. Bedeutet Fahrrad oder ein anderes Fahrzeug, denn Busse oder so gibt es in Holbox nicht. Trotzdem ist Punta Ciricote, wie auch der Strand direkt um die Ecke, wirklich schön 😊 Hin oder nicht? Weder Puna Ciricote noch der Strand sind krass, aber der Ort hat eine unglaubliche Ruhe an sich und ist auf seine eigene Art und Weise wirklich schön. Daher sofern die Zeit da ist, definitiv.

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Naturschutzgebiet – Holbox

Das Naturschutzgebiet in Holbox heißt „Área de Protección de flora y fauna yum balam“. Bedeutet so viel wie „geschützte Zone der Flora und Fauna Yum Balam“. Vor Ort ist es extrem ruhig und die Zone die geschützt wird, erstreckt sich auch und vor allem übers Wasser. Da die Zone zwar zu Fuß erreichbar ist, aber doch recht weit außerhalb von Holbox selbst liegt, habe ich mir ein Fahrrad vom Hostel geschnappt und bin los geradelt. Vor Ort angekommen, darf man dann nicht mit dem Fahrrad weiter, sondern watet stattdessen durch Wasser, das ordentlich tief werden kann. Schwimmsachen drunter ziehen ist also angesagt. Auch musste ich durch einen sehr dunklen Teil waten – vermutlich einfach nur voller Algen – was zugegebenermaßen ein wenig gruselig war :D Vor Ort watet man dann durch unglaublich klares Wasser, das einem etwa bis zu den Waden geht. Das Gebiet selbst ist nicht nur durch eine sichtbare Absperrung gesichert, sondern hat auch mehrere Erklär Tafeln die beschreiben, was das für ein Gebiet ist und was man hier alles darf und was nicht – im Grunde der Klassiker für ein Naturschutzgebiet. Und als ich da war, war auch gerade Fütterungszeit von Vögeln. Abgesehen davon – ich bin nur ehrlich – würde man ohne die Absperrung im Wasser nicht mitbekommen, dass man nahe oder in einem Naturschutzgebiet ist. Schlicht weil da, wo man herkommt das Wasser und die Umgebung genauso aussehen, wie da wo man hinblickt. Hin oder nicht? Ich muss gestehen, dass ich ein wenig enttäuscht war, weil der Weg zu dem Gebiet schon nicht der einfachste ist. Erst mit dem Fahrrad hin und dann durch wirklich tiefes Wasser waten. Und vor Ort ist es so ein bisschen wie „okay und jetzt?“ Daher würde ich das Menschen empfehlen, die so was wirklich gerne sehen oder machen und sich auch für das Thema interessieren. Sonst fragt man sich so ein bisschen wofür man so weit rausgefahren ist. Aber gut, ist nur meine Meinung :D

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