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Museen Mexiko City's

Mexiko City hat sehr sehr viele Museen. Wenn ich mich recht erinnere ist es sogar die Stadt mit den meisten Museen in ganz Lateinamerika. Selbst wenn nicht, Mexiko City ist wirklich bekannt dafür. Da ich persönlich kein Museumsmensch bin, habe ich mich daher für die bekannten bzw die für mich interessanten entschieden. Und ein paar habe ich auch per Zufall entdeckt 😀 Als kleiner Teaser: alle Museen, die ich gesehen habe, waren es wirklich und ganz ehrlich wert. Und ich persönlich finde, dass die Museen in Mexiko City – wenn sie einen haben – dem Ruf auch gerecht werden. 

Museum der Anthropologie

Museum des Erinnerns und der Toleranz

Museum des Lichts

Museum des Schuh Borcegui

Museum der Anthropolgie

Eckdaten

Was: Museo de la Antroología
Wo: Park von Chapultepec (Es gibt sogar eine Busstation die nach dem Museum benannt ist – kein Scherz)
Öffnungszeiten: 9 – 18 Uhr (dienstags bis sonntags) ; Montags geschlossen 
Eintritt: 100 Pesos (was vor allem für die Größe echt nicht viel ist
Webseite: https://mna.inah.gob.mx/informacion_general.php

Das Anthropologische Museum in Mexiko City liegt im Viertel und Park Chapultepec, ist wirklich riesig und wird seinem guten Ruf – den es wirklich hat – absolut gerecht.

Wer schon mal einen Post von mir zu Museen gelesen hat, weiß, ich bin kein Museumsmensch. Wirklich nicht. Auch erlebe ich Museen eher visuell und lese mir meist nicht sonderlich viel durch. Um ehrlich zu sein bin ich im anthropologischen Museum von Mexiko City froh um diese „Eigenheit“ meinerseits gewesen, weil ich sonst nicht mal ansatzweise in einem Tag durchgekommen wäre. Wirklich nicht. Das Museum hat 6 Räume? Ne ich glaube mehr und die selbst sind dann noch mal so groß wie gefühlt ein Mittelgroßes Museum für sich. Also in jedem Raum alleine gibt es schon echt viel zu sehen. Ich erinnere mich auch noch daran, dass ich Pausen gemacht habe – nicht lange, weil ich ja wusste was noch alles vor mir liegt – aber sie waren einfach echt nötig, weil das Ding fucking huge ist. Und am Ende ist man irgendwann einfach nur noch froh, wenn man geschafft hat alles zu sehen. Was ich habe und worauf ich bis heute stolz bin. 😀

Zur Qualität des Museums: Dem Museum eilt ein tatsächlich wirklich guter Ruf voraus. Und ich kann ehrlicherweise verstehen, woher der kommt. Es ist unglaublich ausführlich, beinhaltet wirklich etliche Epochen und stellt alles, meines Erachtens nach, sehr gut aus und dar. Auch für nur visuelle Menschen ist das Museum absolut klasse! Es ist interessant, man lernt was und kriegt wirklich was für sein Geld geboten. Ich kann komplett nachvollziehen, warum das Museum solch einen guten Ruf hat. Nur, wenn man sich wirklich Zeit lassen und/oder alles lesen will, sollte man mehr als einen Tag in dem Museum einplanen. Weil ehrlich es ist zu viel und auch zu groß für einen Tag. Und für das was ich gesehen habe, schaut euch einfach gerne die Fotos an. Ich habe selbstverständlich mehr gesehen aber das wird euch einen guten Eindruck geben.

Und damit komme ich zum einzigen Downpart: die Größe. Hier wird ein unglaublicher Reichtum an Wissen, Kultur und Geschichte dargestellt, den ich nicht kleinreden möchte. Auch finde ich das Museum gut so wie es ist. Also ich würde nichts weglassen, wirklich nicht. Dennoch ist es sehr viel. Und dessen muss man sich bewusst sein. Ich selbst hatte davon gehört und wurde dennoch geradezu erschlagen. Vor allem weil es erst weniger wirkt als man denkt – denn das Teil hat mehrere Parts, die man am Anfang nicht direkt sieht.

Hin oder nicht? Ich finde es ist absolut einen Besuch wert. Und ich finde auch, dass selbst wenn ihr keine Museums Fans seid, sich das Museum wirklich lohnt. Dennoch würde ich es nicht auf meine Liste setzen, wen ihr nur zur Stipp-Visite da seid. Also ehrlicherweise keins der Museen. Lernt erst mal Mexiko City selbst kennen und wenn ihr dann noch Zeit habt, geht in die Museen. Nicht, weil Mexiko City nicht wirklich wahnsinnig gut Museen zu bieten hätte, sondern einfach weil die Museen auch so gut sind, dass ihr nicht durchrushen könnt und es auch nicht solltet. Daher würde ich sagen macht es definitiv, aber nur wenn ihr echt die Zeit habt 😊

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Museum des Erinnerns und der Toleranz

Eckdaten

Was: Museo de la Memoria y Tolerancia
Wo: Zentrum von Mexiko City (pretty much gegenüber von Bellas Artes, wenn ich mich richtig erinnere)
Öffnungszeiten: unter der Woche 9-17.00, am Wochenende 10-18.00; Montags geschlossen 
Eintritt: ich bin ehrlich, ich weiß es nicht mehr. Aber! Es war auf jeden Fall einen ticken kostspieliger. Durch die Größe und all das, was man bekommt fand ich den Preis damals dennoch mehr als gerechtfertigt
Webseite: braucht ihr nicht

Das Museo de la Memoria y Tolerancia, übersetzt Museum des Erinnerns und der Toleranz, ist meines Erachtens nach eines der Museen, das am besten mit Geschichte, Zusammenhängen, gesellschaftlichen Themen und einfach vieles in einen Zusammenhang stellt, die richtige Intensität an den Tag legt und das ganze korrekt, ohne viel Firlefanz und trotzdem mit dem nötigen Nachdruck rüberbringt. Ich fand das Museum ganz ehrlich richtig richtig gut. Der Grund, warum ich hier kein zweites Mal drin war, ist schlicht, weil es ein schweres Museum ist was dich nachdenklich und schon bedrückt zurücklässt. Einfach weil gesellschaftliche Missstände, wie Diskriminierung, Rassismus und Sexismus genauso wie Genozide und ähnliches thematisiert und dargestellt und auch quasi „aufgearbeitet“ werden.

Ich als Deutsche zum Beispiel kann für gewöhnlich Museen zu Nazideutschland nicht mehr sehen. Nicht, weil es nicht wichtig wäre, daran immer wieder zu erinnern. So etwas darf selbstverständlich nie wieder passieren. Dennoch bestand dreiviertel meines Geschichtsunterrichts in der Schule nur aus diesem Thema und alles worin Deutschland jemals in irgendwelchen Geschichtsmuseen vorkommt, ist mit diesem Thema. Fast ausschließlich zumindest. Dabei sind wir nicht die einzigen die richtig Scheiße gebaut haben. Nur die, die zumindest versucht haben und versuchen es vernünftig aufzuarbeiten – und ich behaupte nicht, dass das immer auch so klappt, wie es sollte. Alles, was ich sagen will ist, dass zum Beispiel Spanien richtigen Mist in Lateinamerika gebaut hat. Und das heutige Amerika wie wir es kennen, wird von Menschen geführt, die höchstwahrscheinlich ganz ursprünglich mal von Europäern abgestammt haben. Von den Briten (kann ich da überhaupt einen Kontinent auslassen?) will ich gar nicht erst anfangen. Ganz zu schweigen davon was Afrika alles angetan worden ist.

Um den Kreis dieser kleinen Ausführung zu schließen: in dem Museum in Mexiko City wird selbstverständlich Nazideutschland thematisiert. Und das ist auch richtig so. Aber eben auch andere Etappen der Geschichte von Genoziden oder Bürgerkriegen. Was ich damit sagen will, es ist allumfassender und guckt sich sehr breit in der Geschichte der Menschheit um. Und das fand ich persönlich wahnsinnig spannend und interessant. Selbstverständlich auch furchtbar und erschreckend, aber…. Das Museum hat gezeigt, dass die ganze Welt von gewissen Probleme betroffen ist, es übergreifend ist. Und wie ich finde hat es das ziemlich gut geschafft.

Es gab zum Beispiel Abschnitte zu LGBTQ+ (bitte verzeiht, wenn ich einen Buchstaben vergessen habe. Es ist nicht mit Absicht, ich hab nur einfach ganz ehrlich den Überblick verloren), der Entwicklung dieser ganzen Bewegung und die Frage nach dem Geschlecht und wie „Mädchen“ bzw „jungen“ großgezogen werden. Natürlich hinterfragend. Auch gab es ein Wachsfigurenkabinett, bei dem mir zwischenzeitlich nicht mal ansatzweise ersichtlich war, was das jetzt genau da zu suchen hatte. War aber trotzdem cool 😀 Oh und relativ zu Ende ein Spiegelkabinett – herrlich um irgendwo gegen zu laufen 😀

Ich kann und werde nicht alles aufführen, was ich da drin gesehen habe, was thematisiert wurde oder was es gab. Ich fand das Museum einfach wirklich gut gemacht, sehr allumfassend und zum ersten mal seit… meiner Schulzeit glaube ich, fand ich die Nazizeit Deutschlands tatsächlich gut, wie auch in einem für mich interessanten Maß, dargestellt. Und das ist gar nicht so leicht, wie man als nicht deutscher vielleicht denkt.
Mein persönlicher Lieblingsraum war der, wo die gesellschaftlichen Probleme – zumindest die, die auch ich mit als die Wichtigste ansehe – gezeigt wurden. Klassismus (Arm, reich etc), Sexismus (Ungleichheit, Gewalt aufgrund des Geschlechts etc), Homophobie, Rassismus und Barrierefreiheit. Auch hier vergesse ich mit Sicherheit etwas, aber das ist mir am präsentesten im Gedächtnis geblieben.

Hin oder nicht? Ja auf jeden Fall. Ich finde das Museum wie gesagt wirklich extrem gut gemacht und würde jedem empfehlen reinzugehen. Liegt zwar etwas schwer im Magen, lohnt sich aber wie ich finde trotzdem zu hundert Prozent und falls ihr hingeht – was ich hoffe – plant mal einen Tag ein. Weil das Ding ist groß und viel 😀

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Museum des Lichts

Eckdaten

Was: Museo de la Luz
Wo: Zentrum von Mexiko City
Öffnungszeiten: 9-17.00, Montags geschlossen 
Eintritt: puh… 30 Pesos meine ich (war definitiv nicht teuer)
Webseite: braucht ihr nicht. Geht einfach hin. Ist ganz in Laufweite vom Zócalo.

Das Museo de la Luz ist spannend, interessant und sehr interaktiv aufgebaut. Und unter uns, ich glaube es ist das absolut coolste Museum, in dem ich je war. Ernsthaft.
Um ehrlich zu sein fand ich ganz am Anfang sogar, dass das Museum nicht sonderlich krass oder interessant klang und ich bin auch nur rein, weil ich ein paar interessante Fotos online gesehen habe. Dass es aber SO cool sein würde, ich mir – obwohl ich das wirklich nie! Tue – sogar interessiert Texte durchlesen würde und zum Spielkind mutieren würde, das hab ich wirklich nicht erwartet.

Aber Leute da drinnen gibt es so ne Kugel mit nem Elektrizitätsball drinne. Und so ne Scheibe, auf die man seine Hand legen kann und dann quasi auch Licht mit deiner Hand interagiert. Und dann gibt es so eine Art runde Scheibe auf die verschiedene Farben projiziert werden und wenn du dich vor die Farben stellst, kannst du lustige Figuren in gestaffelter Ausführung machen – In Farbe! Dann gibt es da Spiegel aller Art – ich hatte sooo fette Beine 😀 – , verschiedene Lichtspiele, ein sehr nachdenkliches Hologramm von unserem Planeten und wie der in Feuer aufgeht – kein Scherz. Und… so viel anderes cooles. Neben der Kugel mit dem Elektrizitätsball und dem Spiel mit den verschiedenen Farben, war mein absolutes Highlight die Wärmebildkamera. Habt ihr jemals schon mal vor so nem Ding gestanden und euch selber dabei beobachten können? Macht wahnsinnig viel Spaß und jetzt weiß ich auch endlich, warum meine Nase im Winter oder wenn ich schnupfen habe immer so schnell rot wird und so empfindlich auf Sonne reagiert. Sie war einfach mal das einzig rote in meinem Gesicht und alles andere war gelb! 😀 Ich hab mich wirklich königlich vor dem Ding amüsiert.

Ich habe da drinnen tatsächlich meinen gesamten Tag verbracht und bin sogar noch mal wiedergekommen, weil ich nicht fertig war. So gut war das Museum. Und das ist bei mir ein absolutes „first“. Hatte ich noch nie und hatte ich seitdem auch nicht mehr. Ich hatte da drinnen einfach echt die Zeit eines Lebens. 😀

Hin oder nicht? Ja bitte bitte ja. Das Museum ist echt…. Richtig klasse! Also klar sind Sights draußen wie Reforma, Zócalo, Kathedrale etc wichtiger in diesem Sinne, aber oh mein Gott dieses Museum macht echt Bock 😀 Und ich glaube Kinder hätten hier drin auch ne richtig gute Zeit 😀

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Museum des Schuh Borcegui

Eckdaten

Was: Museo del Calzado de Borcegui
Wo: in einer Seitenstraße im Zentrum von Mexiko City
Öffnungszeiten: Montags bis Freitags 11-14.00 & 16-18.00 ; Wochenende geschlossen 
Eintritt: ist kostenlos. Zumindest hab ich nichts gezahlt
Webseite: https://sic.cultura.gob.mx/ficha.php?table=museo&table_id=969

Ein überraschend cooles und zumindest für mich persönlich sehr interessantes und fast schon ein bisschen witzige-ulkiges Museum.
Ich bin in dieses Museum komplett zufällig reingelaufen. Es ist in einer Seitenstraße vom Zentrum und ich dachte kurz erst es wäre ein Schuhgeschäft – ernsthaft. Ich brauchte dringend neue Schuhe, bin rein und joa…. Fand mich einem Schuhmuseum gegenüber. Da ich in der Sekunde keine Zeit für ein Museum hatte, weil ich dringend neue Schuhe brauchte, habe ich mir das Teil auf meine Kartenapp (damals noch maps.me, heute benutze ich organic maps) markiert, dann einmal schnell gegoogelt und schließlich wiedergekommen.

Leute ich kann ganz ehrlich nicht verstehen, warum ich in keinem Blog und sonst auch nirgendwo von diesem Museum gelesen habe. Die Schuhe die da ausgestellt werden… Ich habe Schuhe mit dicker Sole und nur vorne so nem Ding für die Zehen komplett aus Holz gesehen. Oder auch Schuhe komplett aus Stroh, wie auch einen mit ner richtigen Spitze vorne komplett aus Metall.
Da gab es Skischuhe von früher, hohe wie auch flache Schuhe aus allen möglichen Epochen und den Schuh mit dem Püschel fand ich auch einfach zum schießen. Vor allem im Kontrast zu dem aus Holz, dem aus Stroh und dem aus Metall. Ich hatte da drinnen wirklich meinen Spaß und musste die ganze Zeit an eine sehr gute Freundin denken, die da drinnen die Zeit ihres Leben gehabt hätte 😀

Hin der nicht? Da ich überhaupt gar nicht nachvollziehen kann, warum ich nirgendwo vorher von diesem Museum gelesen habe, JA! Natürlich sind die Museen nicht das Wichtigste in Mexiko City, aber das Museum ist auf seine eigene Art und Weise einfach cool und ehrlicherweise auch richtig skurril und halt ein Saal, wo du unten und oben einmal durchläufst und dich über die Schuhe beömmelts bzw teilweise auch echt fasziniert bist. Und ich war da glaube ich fast die ganze Zeit komplett alleine drin. Wie gesagt kennt scheinbar kein Mensch. Aber nur deswegen heißt es ja nicht, dass es nicht cool ist. Also rein da! 😀  

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