Was: Pueblo Mágico
Wo: etwas außerhalb von San Cristóbal (Taxi Colectivo, da zumindest damals noch keine Busse hinfuhren)
Öffnungszeiten: 24/7, ich würde aber morgens/tagsüber hin
Eintritt: ich habe nur die Hin- und Rückfahrt fürs Taxi Colectivo gezahlt (ich weiß nicht mehr genau wie viel das war, aber nicht viel. Das zahlen ja auch Locals…)
Webseite: gibt es nicht
Zinacantán ist ein kleines, wirklich kleines, Dorf, das eine wirklich schöne Kirche mit davor liegendem Städtezeichen hat. Abgesehen davon kann man in Zinacantán mit ansehen, wie diese Tischvorleger oder auch Schaals gewebt werden. Für letzteres war ich hauptsächlich da.
Mir waren diese Schaals, bzw wie ich in einem Gespräch irgendwann rausgefunden habe, eigentlich Tischvorleger – ich musste echt lachen, als ich gehört habe, wofür sie gedacht sind und wofür ich sie gehalten habe 😀 – aufgefallen. Ihr müsst euch vorstellen die hängen wirklich ü-ber-all! Wirklich überall. Auf jeglichen Märken in verschiedensten Farben und mit den unterschiedlichsten Mustern. Und ich denke das Wichtigste: sie waren und sind mitnehmbar. Das bedeutet ich konnte mir tatsächlich mal was kaufen, was kein Armband, Ohrring oder Fußband war. Ich hab dementsprechend schnell meinen Narren an diesen Dingern gefressen.
Als ich dann auch noch rausfand, dass die an einem von den Dingern 15 bis 16 Stunden dransitzen, bis das fertig ist (meine ich mich so zu erinnern), ist mit echt die Kinnlade runtergefallen und ich wollte und musste unbedingt dahin, wo sie herkommen. Also, da wo man Menschen beobachten kann, wie sie diese Schaals weben.
Als ich in Zinacantán angekommen bin, wurde ich von einem Local zu einer Frau gebracht, die in einer Hütte auf dem Boden saß und gewebt hat. Überall an den Wänden hingen diese Schaals in allen möglichen verschiedenen Farben und es war eines der ersten Male, an denen ich mich schlecht gefühlt habe, dass ich beim besten willen keinen Schaal gefunden habe, der mir gefallen hat. Und mitbringen war zu dem Zeitpunkt nicht, daher… Naja. Ich hab mich also umgesehen, mir wurde ein Mezcal in einem Minibecherchen angeboten und ich durfte der Frau ein wenig zu sehen, wie sie ihre Arbeit verrichtet.
Es war beinahe ein bisschen meditativ wie sie da so ganz entsannt und ruhig vor sich hingearbeitet hat. Ich meine ich bin mir durchaus bewusst darüber, dass vermutlich das Meiste von dem Ganzen gestellt war, aber dennoch war es ein Erlebnis. Ich habe ganz höflich gefragt, ob ich nicht frontale Fotos von ihr bei der Arbeit machen dürfe – also selbstverständlich ohne ihr Gesicht zb drauf etc. Tatsächlich durfte ich, was mich selber ein wenig erstaunt hat. So bin ich natürlich extra diskret vorgegangen und habe versucht sie ja nicht bei ihrer Tätigkeit zu stören. Abgesehen davon hat sie auch nicht viel spanisch gesprochen. Ich vermute stark, dass sie schlicht einen Dialekt aus Zinacantán und nichts anderes gesprochen hat oder aus einem anderen Grund nichts gesagt hat.
Als ich wieder draußen stand, bin ich Zinacantán etwas erkunden gegangen. Ich musste verdauen, was ich da gerade gesehen hatte und wollte mich außerdem etwas umgucken. Dabei habe ich festgestellt, wie ärmlich die meisten nicht touristischen Orte für das bloße Auge wirken und wie wenig die meisten Touris – teilweise auch inklusive mir – wahrscheinlich je von dem echten Mexiko außerhalb touristischer Dörfer und Großstädte zu sehen bekommen. Auch konnte ich feststellen wie unfassbar klein Zinacantán ist und habe auf meinem kleinen Rundgang natürlich auch die Kathedrale entdeckt. Diese ragt wiederum wunderschön und stolz mit Bergen im Hintergrund und einem wunderschönen Zeichen im Vordergrund vor einem auf.
Tja und viel mehr gibt es in Zinacantán auch nicht. Ach und zurück kommt man recht easy mit einem Taxi Colectivo. Busse hin und zurück gibt es wegen der geringen Frequenz an Menschen nicht. Ob ihr hin solltet oder nicht würde ich also wie folgt beantworten: Es lohnt sich für einen halben oder ganzen Tagestrip, wenn ihr mal sehen wollt, wie diese Schaals/Tischvorleger gewebt werden. Nur für die Kathedrale würde ich nicht hin, weil sie nur so ein sweetes Ad-On ist, für wenn ihr eh da seid. Die Weberin und das ganze Erlebnis an sich ist ziemlich eindrucksvoll, also war es zumindest für mich, gleichzeitig aber sehr speziell in Bezug auf was einen so interessiert. Daher würde ich euch hier raten es einfach mal zu machen. Aber nur, wenn ihr noch Zeit und auch Neugierde habt 😊
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