Die Wanderung den Vulkan Acatenango hoch ist ein wirklich einzigartiges...
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Was: Vulkan Acatenango / Vulkan Fuego
Wo: Antigua
Öffnungszeiten: 2-Tagestrip; es geht früh morgens los und den Vulkan Acatenango hoch, dann wird eine Nacht in Zelten und Schlafsäcken auf dem Vulkan geschlafen, ganz früh am nächsten Morgen dann das letzte Stück hoch, und nach dem Frühstück dann wieder runter und zurück nach Antigua
Eintritt: trage asap nach, was ich gezahlt habe, war aber okay & die Preise variieren nicht sonderlich stark
Webseite: Viele viele Travel Blogs und ein paar Seiten für Guided Tours, ich würde aber wie immer vor Ort einfach fragen 😊 😉
Die Wanderung den Vulkan Acatenango hoch ist ein wirklich einzigartiges und wunderschönes Erlebnis, an das man sich für den Rest seines Lebens erinnert. Warum? Ganz einfach: man sieht einen Vulkan relativ nah bei sich und live, Lava spucken.
Ich selbst bin zweimal den Vulkan Acatenango hochgewandert. Das erste Mal innerhalb einer Tour mit einer recht großen Gruppe. Wer mit einer Tour hochgeht – der Normalfall – bekommt Zelt, Schlafsack und Essen (Abendessen & Frühstück am nächsten Morgen) gestellt. Für festes Schuhwerk, Proviant für unterwegs, Snacks, warme Klamotten und Wasser etc muss selbst gesorgt werden. Oder sagen wir mal größtenteils, denn sie haben uns bevor wir aufgebrochen sind schon noch mal warme Jacken etc angeboten. Dennoch ist es nicht gesetzt, dass es für jeden was gibt/das gibt, was er oder sie braucht. Nachdem alle eingesammelt waren, sind wir in so nem Minitransporter los und zum „Fuß“ des Vulkans Acatenango gefahren. Ab da geht dann die Wanderung den Vulkan hoch los.
Die Wanderung den Vulkan hoch ist schon anspruchsvoll, relativ anstrengend und wirklich lang, aber sie führt auch durch alle möglichen Schichten der Vegetation und ist wirklich schön! Also es ist zugegebenermaßen meistens relativ steil mit ein paar flacheren Parts dazwischen und je nach Vegetation ist das anstrengender und weniger anstrengend 😀 Aber! Es werden natürlich zwischendurch auch ein paar Pausen gemacht, in denen man gut was essen und trinken kann.
Irgendwann wird es dann gerader und man kommt an ein paar wirklich phantastischen Aussichten vorbei 😊 Das letzte Stück läuft man dann im Grunde auf den Vulkan Fuego zu und kann dann bereits aus der Ferne sehen, wie der Vulkan fröhlich vor sich hin Lava spuckt. Sehr sehr beeindruckend 😊
Vor Ort müssen dann natürlich die Zelte aufgebaut und sich eingerichtet werden. Und Abendessen mit Lagerfeuer und vermutlich auch so was wie Kakao und Marshmallows – zumindest in meinem Fall – gibt’s dann natürlich auch. Und die restliche Zeit heißt es den Ort selbst und die Aussicht genießen und raffen, dass man direkt vor der Nase einen Vulkan hat, der in regelmäßigen Abständen Lava spuckt. Ich meine Hallo?! Ist jetzt auch nicht so alltäglich 😀
Am nächsten morgen geht es dann – sofern das Wetter mitspielt – noch mal den letzten Part rauf. Wie das ist und wie es da oben ist, kann ich nicht beurteilen, denn meine Gruppe hat sich aufgrund des wolkigen Himmels gegen den Aufstieg entschieden. Zu kurzen Erklärung: wenn Es bewölkt ist, kann man halt nichts sehen und der Aufstieg hat den Ruf schon echt ordentlich zu sein. Meaning: zwei Schritte vor, drei zurück. Gefühlt zumindest. Ich bin ehrlich: heute bereue ich es nicht hochgegangen zu sein, denn a) hätte das Wetter doch mitgespielt und b) wie oft ist man bitte da oben und hat die Chance wirklich direkt auf einen Vulkan zu blicken der Lava spuckt? Von daher, auch wenn‘s nicht gut aussieht, scheiß aufs Wetter, hoch da und gib dem Ganzen ne Chance – meine Meinung 😀
Und beim Abstieg vom Acatenango runter: vor allem im steileren Part ist es natürlich etwas einfacher, als beim Aufstieg. Allerdings werdet ihr irgendwann anfangen eure Knie zu merken, weil es echt ziemlich andauernd recht steil runtergeht.
Noch kurz zu meinem zweiten „Versuch“ auf den Acatenango hoch: ich bin mit Freunden gegangen, von denen einer in Guatemala lebt und dementsprechend Zelte etc hatte. Man sollte das aber a) nicht ohne entsprechendes Gear versuchen und b) sich auch sicher sein, dass man sich oben für zb Essen ein Feuerchen machen kann. Und Strom oder so ist nicht.
Da ich leider beim zweiten Mal richtig krank über Nacht geworden bin und schon froh war, dass ich dank einer Aspirin – wir hatten nichts Stärkeres – den scheiß Abstieg gepackt habe (bin danach komplett tot ins Bett gefallen und lag richtig heftig flach), war ich leider kein mal ganz oben.
So die Frage aller Fragen: den Acatenango hoch oder nicht? Es ist eine DER Sachen, die alle in Guatemala machen wollen, machen und auch machen sollten. Einfach weil es echt krass ist, wenn man sich mal überlegt, dass man einen Vulkan in sicherer Entfernung live Lava spucken sieht. Der Aufstieg ist anstrengend – ja – aber es lohnt sich auch zu hundert Prozent.


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