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Was: El Mirador – Pyramide (La Dante)
Wo: die Wanderung/Tour zum Mirador startet von Flores aus
Öffnungszeiten: die Tour muss bei einem der Unternehmen in Flores gebucht werden und startet dann sehr früh an besagtem Tag. Zurück ist man dann nach der 3-Tages-Wanderung auch abends
Eintritt: kommt auf das Unternehmen an (füge asap nach, was ich gezahlt habe), Essen (Frühstück und Abendessen), Wasser, Übernachtung und Equipment dafür sollten im Preis enthalten sein. Genauso wie der Transport zum Startpunkt der Wanderung
Webseite: es gibt nur sehr viele Travelblogs, die über den Mirador berichten und ein paar Booking Plattformen. Daher macht es einfach wie ich und fragt euch vor Ort durch. So kommt ihr günstig und gut hin 😊
El Mirador und die Ruinenzone um die Pyramide ist die besonderste Ruinenstätte, die ich je besichtigt habe. Gleichzeitig ist sie nur innerhalb eines minimum 3 Tages-Wander-Roundtrip zu erreichen. Und vorweg: die Aussicht von der Hauptpyramide aus ist krass.
Zum Mirador hin kommt man in dem man sich in Flores ein Unternehmen sucht, dass mit Guides zusammenarbeitet, die die Strecke zum Mirador kennen. Man muss nämlich recht weit durch guatemaltekischen Dschungel wandern um die Pyramide – deren offizieller Name übrigens La Dante ist – besichtigen zu können. Die Tour inkludiert/sollte inkludieren: Essen (Frühstück & Abendessen), Trinken, Übernachtungen und das nötige Equipment für eine Übernachtung und den Transport zum Starting Point der Wanderung. Das Essen und alles andere, was zu schleppen ist, wurde bei meiner Tour von einem Esel getragen der von jemand anderem mitgeführt wurde. Die erste Nacht war bei mir auf dem Weg zur Haupyramide, die zweite beim Gebiet der Hauptpyramide. Hier eine kleine Vorwarnung: duschen geht nur bei der Hauptpyramide und die Dusche hier bestand auch nur aus einem Wasserbehälter dessen Wasser man sehr sparsam einsetzen musste. Dennoch habe ich mich nach der ausgefallenen Dusche vom Vorabend gefühlt wie ein neuer Mensch 😀 Auch wichtig zu wissen: ihr braucht vernünftiges und gutes Schuhwerk. Und nehmt euch Snacks, Essen und kaltes Wasser in ner Thermoskanne oder so mit. Es war immer genug Wasser da, aber das Wasser war warm und wir sind durch den Dschungel gewandert. Jeder Schluck hat uns also zwar hydriert, war aber gefühlt eher wie ein Tropfen auf den heißen Stein und hat nicht die gewünschte Erfrischung gebracht.
Zur Natur, dem Mirador und dem Grund, warum ich allen empfehlen würde diesen Trip zu machen: Die Natur, durch die ihr wandert ist wunderschön, von Etappe zu Etappe unterschiedlich und man sieht viel, dass man außerhalb der wilden Natur normalerweise nicht so sieht. Davon ein kleiner Eindruck in den Fotos.
Auch sind die Aussichten von den Pyramiden wirklich toll und wer oben bleibt bis die Sonne untergegangen ist – es dauert ja immer was bis es dann auch dunkel ist – hört ein ganzes Konzert von Affengebrüll. Und zwar wirklich laut! 😀 Auch haben wir Affen von Baum zu Baum springen sehen. Richtig cool.
Die Pyramiden selbst fand ich mit am faszinierendsten, weil man bei diesem Ruinengebiet gut sehen kann, wie Pyramiden in den verschiedenen Prozess-Zuständen aussehen. Also, wenn sie gefunden werden, im Prozess der Restaurierung und dann, wenn sie quasi als Touristen-Attraktion freigegeben sind. Das hab ich so extrem vorher nicht gesehen und es war ehrlich echt beeindruckend, spannend und einfach auch mal was ganz anderes. Da das Gebiet nicht klassisch für Touristen aufbereitet ist, weiß man auch nicht automatisch wo die Pyramiden sind und braucht vor Ort tatsächlich einen Guide um sich zurechtzufinden. Weil ich hatte tatsächlich überlegt auf eigene Faust loszuziehen, würde aber davon abraten, weil einen Guide zu haben auf dem Weg wie auch vor Ort echt sinnvoll ist 😊
Last but not least die Pyramide / El Mirador / La Dante: Ich hab so was ehrlich noch nie gesehen. Und so hoch war keine andere Pyramide auf der ich war. Wenn man oben auf dem Mirador steht, blickt man über nichts als Baumwipfel. Und das bis das Auge reicht. Dahinter und darüber sieht man nur Horizont. Und so ne Sicht hatte ich persönlich noch nie. Ist extrem beeindruckend und macht sehr… bescheiden und irgendwo auch nachdenklich. Holt einen einfach so ein bisschen auf den Boden der Tatsachen zurück und lässt Vieles als weniger schlimm oder sogar unwichtig erscheinen. Die Aussicht ist wirklich total simpel und dennoch unglaublich beeindruckend. Auch so eine Aussicht, bei der die Bilder der Realität nicht mal ansatzweise gerecht werden. Und einer der Orte die ich zu Guatemalas Juwelen zähle und mit Grund ist warum Guatemala landschaftlich das mit Abstand schönste Land Zentralamerikas ist.
Hin oder nicht? Da es relativ tricky ist und man echt Zeit braucht um zum Mirador zu kommen, ist das im Grunde jedem Einzelnen überlassen, aber… wenn ihr die Zeit habt, macht es. Es ist echt ein Erlebnis und wird euch im Kopf hängen bleiben. War bei mir jedenfalls so 😊

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